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Weitere Nutzungen

Trinkwasser

Die älteste und mengenmässig wichtigste Gebrauchswassernutzung ist die Nutzung des Wassers als Trinkwasser. Die Versorgung der Bevölkerung mit genügend und qualitativ einwandfreiem Trinkwasser hat höchste Prioriät. Dennoch ist bei neuen Trinkwasserfassungen, bei Erneuerungen von Konzessionen, aber auch bei einem Ausbau von bestehenden Fassungsanlagen zu prüfen, ob nicht wesentliche öffentliche Interessen der Trinkwassernutzung entgegensprechen.

Da die Wasserversorgung eine Gemeindeaufgabe ist, sind Trinkwasserkonzessionen für Private nur ausserhalb des Versorgungsgebiets denkbar.

Das Gesuchsformular sowie die Erläuterungen zur Erarbeitung eines Gesuchs helfen Ihnen bei der Planung.

Die Nutzung von öffentlichem Wasser als Trinkwasser für die öffentliche und private Wasserversorgung sowie für öffentliche Betriebe (Bsp. ARA) erfordert eine Konzession. Bei Erteilung einer Konzession müssen Gewässer- und Naturschutz sowie weitere Interessen der Öffentlichkeit und Interessen Dritter berücksichtigt werden. Dies gilt auch für die Erneuerung einer Konzession.

Das entsprechende Gesuchsformular sowie Erläuterungen zum Vorgehen finden Sie unten in den Dokumenten zum Thema verlinkt.

Zuständige Fachperson

Anja Burger
Kontakt per E-Mail
Tel. +41 31 636 41 40

Dokumente zum Thema

Formulare, Karten, Publikationen

Industrielles und gewerbliches Brauchwasser

Trink- und Brauchwasser wird in der Regel von den Gemeinden beziehungsweise den Wasserversorgungen bereitgestellt. In einzelnen Fällen kann es jedoch nötig sein, industrielles oder gewerbliches Brauchwasser direkt aus einem öffentlichen Gewässer zu beziehen, insbesondere bei Bedarf an grösseren Wassermengen oder wenn Prozesse zur Verarbeitung oder Herstellung von Produkten ausserhalb des Versorgungsgebiets stattfinden. In solchen Fällen kann eine Konzession beantragt werden.

Dieses Wasser gelangt oft nicht in das Gewässer zurück, dem es entnommen wurde. Die rechtskonforme Entsorgung des Wassers ist ebenfalls in das Konzessionsverfahren einzubeziehen. Die erforderlichen Nachweise, dass die Anforderungen der Gesetzgebung eingehalten werden, sind vom Gesuchsteller zu erbringen. Er lässt von einem Fachbüro einen hydrologischen bzw. hydrogeologischen Bericht über die Auswirkungen der Nutzung erarbeiten, der mit dem Konzessionsgesuch dem AWA eingereicht wird.

Zuständige Fachperson

Timon Stucki
Kontakt per E-Mail
Tel. +41 31 633 39 96

Dokumente zum Thema

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Beschneiung

Für die Produktion von technischem Schnee zur Beschneiung kann Wasser unterschiedlicher Herkunft genutzt werden. Beim Wasserbezug sind folgende Prioritäten einzuhalten (Art. 29c der Bauverordnung vom 6.3.1985, BauV):

  • Erste Priorität: Bezug von öffentlichen Wasserversorgungs- oder Wasserkraftanlagen;
  • Zweite Priorität: Bezug aus bestehenden anderen Wasserfassungen;
  • Dritte Priorität: Bezug aus neuen Grundwasserfassungen und leistungsfähigen Fliess- und stehenden Gewässern;
  • Letzte Priorität: Bezug aus bis dahin ungefassten Quellen.

Die Nutzung von öffentlichem Wasser erfordert eine kantonale Konzession. Bei neuem Wasserbedarf für die Beschneiung ist stets die Konzessionspflicht zu prüfen. Dies gilt auch, wenn das Wasser aus bestehenden Anlagen entnommen wird. Das Amt für Wasser und Abfall (AWA) ist frühzeitig zu kontaktieren.

Das entsprechende Gesuchsformular sowie Erläuterungen zum Vorgehen finden Sie unten in den Dokumenten zum Thema verlinkt.

Wo Nutzungskonflikte bestehen, ist von den Gesuchstellern ein Nutzungskonzept zu erarbeiten und mit dem Gesuch einzureichen (vgl. Wassernutzungsstrategie).

Zuständige Fachperson

Anja Burger
Kontakt per E-Mail
Tel. +41 31 636 41 40

Kühlwassernutzung

Wasser zur Kühlung von Produktionsanlagen, Gebäuden oder Kraftwerken kann aus Grund- oder Oberflächengewässern entnommen werden. Das genutzte Wasser wird mit höherer Temperatur wieder in das Gewässer zurückgegeben, welches sich dadurch erwärmt. Diese Erwärmung hat Auswirkungen auf die Gewässerökologie und möglicherweise auf andere Wassernutzer.

Die erforderlichen Nachweise, dass die Anforderungen der Gesetzgebung eingehalten werden, sind vom Gesuchsteller zu erbringen. Er lässt von einem Fachbüro einen hydrologischen bzw. hydrogeologischen Bericht über die Auswirkungen der Nutzung erarbeiten, der mit dem Konzessionsgesuch dem AWA eingereicht werden muss. Im Weiteren muss bereits bei der Planung der Anlage berücksichtigt werden, dass Wassermenge und der Wärmeeintrag gemessen werden müssen. Der Verbrauch an Wasser und die eingetragene Wärmeenergie müssen mindestens einmal jährlich dem AWA gemeldet werden.

Ein Merkblatt Erläuterungen zum Gesuch für die Kühlwassernutzung (PDF, 91 KB, 2 Seiten) hilft bei der Erarbeitung der Gesuchsunterlagen.

Bei grösseren Nutzungen oder hohem Temperatureintrag ist der Umfang der Untersuchungen vorgängig mit dem AWA abzusprechen.

Zuständige Fachperson

Alain Rolli
Kontakt per E-Mail
Tel. +41 31 633 58 52

Monika Müller
Kontakt per E-Mail
Tel. +41 31 636 62 43

 

Dokumente zum Thema

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Fischzuchtanlagen

Für den Betrieb einer Fischzuchtanlage sind teilweise grosse Wassermengen nötig. Die Verfahren für die Wassernutzung und den Betrieb einer Fischzuchtanlage sind komplex. Es empfiehlt sich, frühzeitig mit dem AWA Kontakt aufzunehmen.

Um die Vorhaben umfassend beurteilen zu können, haben die zuständigen Fachstellen einen Fragebogen (PDF, 24 KB, 4 Seiten) ausgearbeitet. Dieser ist bei einem neuen Vorhaben sowie bei Erneuerungen von bestehenden Konzessionen auszufüllen und mit dem Konzessionsgesuch und allfälligen weiteren Unterlagen gemäss Formular dem AWA einzureichen.

Zuständige Fachperson

Timon Stucki
Kontakt per E-Mail
Tel. +41 31 633 39 96

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Andere Nutzungen

Die Nutzung von öffentlichem Wasser für andere, bisher nicht aufgeführte Nutzungen wie öffentliche Schwimmbäder, Fischteiche, Biotope und laufende Brunnen, ist ebenfalls konzessionspflichtig. Vorzugsweise ist jedoch das Wasser für diese Nutzungen ab dem Trinkwassernetz zu beziehen.

Wir empfehlen, die Möglichkeit einer solchen Nutzung frühzeitig mit dem AWA abzuklären.

Zuständige Fachperson

Anja Burger
Kontakt per E-Mail
Tel. +41 31 636 41 40


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