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Restwassermenge

Die Restwassermenge bezeichnet die Abflussmenge eines Fliessgewässers, die nach einer oder mehreren Entnahmen von Wasser verbleibt. Das Restwasser ist notwendig, um die vielfältigen Funktionen der Gewässer wie zum Beispiel den Lebensraum für Tiere und Pflanzen zu erhalten.

Die Dotierwassermenge bezeichnet die Wassermenge, die zur Sicherstellung einer bestimmten Restwassermenge bei der Wasserentnahme im Gewässer belassen wird.

Wasserentnahmen erfordern neben einer Konzession auch eine Bewilligung zur Sicherung angemessener Restwassermengen nach Art. 29 des Bundesgesetzes über den Schutz der Gewässer vom 24. Januar 1991 (GSchG), welche mit der Konzession erteilt wird.

Für einen Teil der kantonalen Gewässer liegen beim Amt für Wasser und Abfall (AWA) Unterlagen zu den Abflussverhältnissen vor, insbesondere für mittelgrosse Fliessgewässer in landwirtschaftlich stark genutzten Gebieten, wo häufig Entnahmen des gesteigerten Gemeingebrauchs erfolgen. Es handelt sich um die Gewässer, die in der Karte Wasserentnahmen aus Oberflächengewässern violett dargestellt sind. Diese Unterlagen können auf Anfrage zur Verfügung gestellt werden.

Restwasserbericht

Für jede Wasserentnahme sind Betrachtungen zu den Abflussverhältnissen und zur deren Beeinflussung durch die Nutzung nötig.

Bei kleineren Nutzungen genügt in der Regel der Nachweis, dass dem Gewässer zusammen mit anderen Entnahmen höchstens 20 Prozent der Abflussmenge Q347 (Abflussmenge, die - gemittelt über zehn Jahre - durchschnittlich während 347 Tagen des Jahres erreicht oder überschritten wird) entnommen werden.

Bei grösseren Wasserentnahmen aus Fliessgewässern ist ein vollständiger Restwasserbericht notwendig. Es ist darzulegen, welche Auswirkungen die geplante Nutzung auf das Gewässer hat. Der Restwasserbericht zeigt ebenfalls auf, wie sichergestellt wird, dass Dotierwassermengen eingehalten werden. Darauf abgestützt werden die Entnahmemengen und die Dotierwassermengen sowie allfällige Messvorrichtungen im Konzessionsentscheid festgelegt.

Diese Regelung gilt sinngemäss auch für Entnahmen aus dem Grundwasser oder aus Seen, wenn die Wasserführung eines Fliessgewässers wesentlich beeinflusst wird.


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