Suchbereich

Stichwörter von A bis Z

Navigation




Gewässerrichtpläne (GRP)

Der Regierungsrat erlässt einen Gewässerrichtplan, wenn in grösseren Gebieten für die Beurteilung der Zweckmässigkeit der wasserbaulichen Tätigkeiten eine Koordination erforderlich ist. Der Gewässerrichtplan ist innerhalb des Kantons behördenverbindlich.
Der zuständige Oberingenieurkreis des Tiefbauamts erarbeitet zusammen mit allen am Wasserbau interessierten Stellen den Entwurf des Gewässerrichtplans. Dabei werden die betroffenen Gemeinde und Regionen sowie weitere interessierte Stellen beigezogen. Die Bevölkerung kann ihre Anliegen im Rahmen des Mitwirkungsverfahrens einbringen.

Gewässerrichtplan Urtenen (2017)

Im Gewässerbericht 1997 - 2000 des damaligen Wasser- und Energiewirtschaftsamts WEA (heute Amt für Wasser und Abfall AWA) wurde die Urtenen als das am stärksten belastete Gewässer des Kantons Bern ausgewiesen. Diese Erkenntnis, die wiederkehrenden Überflutungsereignisse und die bescheidene ökologische Vielfallt der Urtenen haben den Kanton bewogen, eine gesamtheitliche Planung über ihr ganzes Einzugsgebiet zu starten. Er hat dazu ausgezeichnet mit den beiden regionalen ARA-Verbänden und dem zuständigen Wasserbauverband zusammengearbeitet. Basierend auf den Gefahrenkarten der Gemeinden im Einzugsgebiet und gestützt auf die erhobenen, ökologischen Defizite längs der Urtenen und ihren Zuflüssen sind in einem integralen Hochwasserschutzkonzept (iHWSK) die Ziele und die zielführenden Massnahmen für eine nachhaltige Wasserwirtschaft im Urtenental erarbeitet worden. Das iHWSK ist nun in den behördenverbindlichen, kantonalen Gewässerrichtplan Urtenen überführt worden. Er beinhaltet sowohl die Massnahmen zum Hochwasserschutz als auch diejenigen zur ökologischen Aufwertung.

Der Perimeter umfasst den gesamten Lauf der Urtenen ab ihrem Ursprung im Buchsimoos in der Gemeinde Münchenbuchsee bis zu ihrer Einmündung in die Emme beim Hagerhüsli in der Gemeinde Bätterkinden und ihre regional relevanten Seitengewässer. Folgende Gemeinden liegen innerhalb des Perimeters: Bäriswil, Bätterkinden, Deisswil b. Münchenbuchsee, Diemerswil, Fraubrunnen, Hindelbank, Iffwil, Jegenstorf, Kernenried, Krauchthal, Mattstetten, Moosseedorf, Münchenbuchsee, Urtenen-Schönbühl, Wiggiswil und Zuzwil.

Die aufgewertete Urtenen in Münchringen (Gemeinde Jegenstorf)

Bild vergrössern Die aufgewertete Urtenen in Münchringen (Gemeinde Jegenstorf)

Gewässerrichtplan Hasliaare (2014)

An der Hasliaare ist der Hochwasserschutz seit dem 19. Jahrhundert ein wichtiges Anliegen. Das bestehende Korrektionswerk schützt seit seiner Fertigstellung im Jahr 1880 den Talboden vor Überflutungen. Bei den Hochwasserereignissen in den Jahren 1987, 2005, 2007 und 2011 zeigte sich aber deutlich, dass das über 100-jährige Bauwerk in einem schlechten Zustand ist und dass die Abflusskapazität nicht mehr ausreicht. Zudem bestehen erhebliche ökologische Defizite im strukturarmen, monotonen Gewässerquerschnitt. Der Übergang zwischen den Lebensräumen im Gewässer und auf dem Land ist erschwert. Die Lebensräume im Gewässerbereich weisen ausserdem nur eine geringe Vielfalt auf. Der Gewässerrichtplan Hasliaare beinhaltet somit Massnahmen zum Hochwasserschutz und zur ökologischen Aufwertung.

Der Perimeter umfasst den gesamten Lauf der Hasliaare vom Ausgang der Aareschlucht bis zur Einmündung in den Brienzersee und damit die Gemeinden Meiringen, Schattenhalb, Brienzwiler, Hofstetten bei Brienz und Brienz. Die Mündungsbereiche der Seitenbäche werden soweit berücksichtigt, als sie eine wichtige Wechselwirkung mit der Hasliaare als Zubringer von Geschiebe und Wasser haben oder wichtige ökologische Vernetzungsfunktionen erfüllen.

Hasliaare zwischen Meiringen und Brienz

Bild vergrössern Verlauf Hasliaare zwischen Aareschlucht und Brienzersee

Gewässerrichtplan Kander (2013)

Der Gewässerrichtplan Kander hält fest, wie an der Kander und in ihrem Wirkungsbereich die Ziele der Wasserbaugesetzgebung erreicht und die wasserbaulichen Massnahmen auf andere fachliche und rechtliche Ansprüche sowie raumwirksame Tätigkeiten abgestimmt werden sollen. Er umfasst die vier Schwerpunkte Hochwasserschutz, Sohlenstabilisierung, Gewässerunterhalt und Ökologie. Zudem formuliert er generelle Massnahmen (Gewässerentwicklungsraum, Gewässerunterhalt, Geschiebemanagement, Fischdurchgängigkeit, Schwemmholzmanagement, Artenschutz- und Förderung, Förderung Ufervegetation und Wasserkraftpotenzial), die den ganzen Flusslauf betreffen, sowie streckenbezogene, punktuelle und prozessspezifische Massnahmen (Hochwasserschutz, Flussaufweitungen, Geschiebebewirtschaftungsmassnahmen, Gewässerstrukturentwicklungen).

Fotoaufnahme der Kander im Gebiet Augand

Bild vergrössern Kander, Augand


Weitere Informationen

 


Mein Warenkorb ([BASKETITEMCOUNT])

Informationen über diesen Webauftritt

https://www.bve.be.ch/bve/de/index/wasser/wasser/hochwasserschutz/gewaesserrichtplaenegrp.html