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Flächenberechnung

Ziel muss sein, die Eigentümer möglichst nur einmal mit einer Flächenberichtigung infolge Überarbeitung des Vermessungswerkes konfrontieren zu müssen. Entweder erfolgt die Flächenberichtigung im Rahmen der Bearbeitung eines gesamten Vermessungsloses oder innerhalb einer Grenzmutation. Im letzteren Fall sollte aber später bei einer Erneuerung keine Flächenberichtigung mehr folgen.

Die Flächenberechnung bei Grenzmutationen erfolgt numerisch aus den neu bestimmten, den aus Originalmessungen berechneten und allenfalls den bestehenden digitalisierten Grenzpunktkoordinaten. Als Kontrolle der Flächenberechnung wird ein Plot aller Liegenschaften im Mutationsperimeter erstellt; dieser ermöglicht die visuelle Kontrolle der Grenzlinien-Definitionen.

Liegt ein AV93-konformes Fixpunktnetz vor und sind alle Grenzpunkte einer Parzelle auf der Grundlage dieser Fixpunkte bestimmt worden, erhält die Parzelle den Qualitätsstandard der AV93. In diesem Fall muss bei Grenzmutationen immer eine entsprechende Flächenberichtigung im Grundbuch vorgenommen werden.

Bleiben bei den restlichen Fällen innerhalb des Mutationsperimeters die Differenzen zwischen Grundbuchflächen und neu berechneten technischen Flächen innerhalb der für den ursprünglichen Original-Grundbuchplan, welcher durch die Numerisierung abgelöst wurde, gültigen Toleranz, so werden die Differenzen proportional auf die beteiligten Grundstücke verteilt.
Die Grundbuchflächen sind nur dann zu berichtigen, wenn grobe Fehler aufgedeckt werden oder wenn die Flächendifferenzen bei definitiv anerkannten Vermessungen die einfachen oder bei provisorisch anerkannten Vermessungen die doppelten Werte der Flächentoleranz entsprechend den "Fehlergrenzen der Schweizerischen Grundbuchvermessung für die Berechnung der Parzellen", V+D 1965 überschreiten. Ansonsten geschehen Flächenberichtigungen erst bei einer Erneuerung oder Ersterhebung gesamthaft über ein ganzes Los.

Verlangen wichtige Gründe oder Kundenwünsche, dass die Flächenangaben mit hoher Genauigkeit vorliegen und sind Originalmessungen oder Neumessungen aller Grenzpunkte vorhanden, können die aus den Koordinaten berechneten Flächen als Flächenberichtigung ins Grundbuch eingeführt werden.

Das Berichtigungsverfahren richtet sich nach den Weisungen im Kapitel Berichtigung / Fehlerbehebung.

Bei der Nachführung von Gebäuden werden im Normalfall keine Grenzpunkte neu berechnet.

Werden Bodenbedeckungsflächen aktualisiert und bleiben Widersprüche zwischen der Summe aller Bodenbedeckungsflächen (technische Flächen) und der Grundbuchfläche, werden die Differenzen in der GRUDA-AV als Korrekturen an den Bodenbedeckungsflächen angebracht.


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Informationen über diesen Webauftritt

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