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Definition der Grenzen

Die Liegenschaftsgrenze (LS), Gemeinde-, Kantons- und Landesgrenzen werden grundsätzlich unabhängig voneinander gehalten. Nach Änderung einer Hoheitsgrenze ist bis zur Anpassung der Hoheitsgrenzen verschiedener Staatsebenen infolge unterschiedlicher administrativer Abläufe und Zuständigkeiten mit zeitlichen Verzögerungen zu rechnen (administrativer Ablauf).

Grundsätzlich werden die übergeordneten Hoheitsgrenzen nur durch deren Eckpunkte definiert. Sämtliche Einbinder (in eine Linie eingerechnete Grenzpunkte) aus untergeordneten Hoheitsgrenzen gehören eigentlich nicht in die Definition der übergeordneten. Besonders bei der Landesgrenze ist dieser Grundsatz aus juristischen und administrativen Gründen (bestehende Staatsverträge mit den Nachbarländern) wichtig.

Im Kanton Bern gelten aber sämtliche Grenzpunkte auf einer Hoheitsgrenze als Stützpunkte für deren Definition, also auch Einbinder. Somit werden alle Punkte auf einer Hoheitsgrenze im Kanton Bern in der Tabelle «Hoheitsgrenzpunkt» abgespeichert.

Die folgende Skizze (inklusive Tabelle) zeigt ein Beispiel, aus dem auch hervorgeht, in welcher Tabelle jedes einzelne Objekt abgespeichert wird:

Definition der Grenzen

Definition der Grenzen

Hinweis:
Die in der Skizze verwendeten Linien und Punkte sind symbolische Darstellungen und nicht identisch mit den gültigen Zeichnungsvorschriften.

Anmerkungen zur Skizze:

  • Die Punkte 14 und 15 sind eigentlich nicht Bestandteil der Definition der Hoheitsgrenze. Aber da auch bei den Hoheitsgrenzen national konsistente Flächennetze angestrebt werden, bedeutet dies, dass innerhalb einer solchen Ebene die Definition auf beiden Seiten der Grenze identisch sein muss. Grenzpunkte von Liegenschaften, welche beispielsweise als Läufer in eine Gemeindegrenze eingerechnet sind, müssen somit auch in der Definition des Parzellennetzes der Nachbargemeinde aufgenommen werden. Gleiches gilt zwischen Gemeinde- und Kantonsgrenzen.
  • Der LFP2 11477300 hat infolge der Neuberechnung des Basispunktnetzes neue Koordinaten erhalten. Mit den alten Koordinaten wurde ein unversicherter Hoheitsgrenzpunkt Nr. 9 angelegt. Im Prinzip müsste der Hoheitsgrenzpunkt auch geändert werden und würde dann die Nummer des LFP2 beibehalten. Aus administrativen und finanziellen Gründen  können solche Änderungen nicht generell durchgeführt werden (nur mit grossem Aufwand).
  • Die Kantonsgrenze des Kantons Bern ist zum Teil auch durch indirekte Kennzeichnungen definiert, zum Beispiel am Limpachkanal. Wenn diese Kennzeichnungen “schöne“ Hoheitsgrenzpunkte sind, wie in der Skizze die Punkte 20 und 21, werden die Punkte in der «Tabelle Hoheitsgrenzpunkt» erfasst (Attribut «Hoheitsgrenzstein» = ja). Indirekte Kennzeichnungen der Kantonsgrenze, welche nicht durch “schöne Steine“ vermarkt sind, werden in der «Tabelle Grenzpunkt» in der «TOPIC Liegenschaften» gespeichert, vergleiche in der Skizze die Punkte 10 und 19.
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