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Adressachse

Als Adressachse wird eine gerichtete linienförmige Geometrie, die ungefähr der Strassenmitte entspricht, erfasst. Die Geometrie besteht aus einem oder mehreren Teilen, so genannten Strassenstücken. Die Gesamtgeometrie darf Lücken aufweisen. Es handelt sich hier also nicht um ein typisches Knoten-Kanten Modell.

Adressachse

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Werden die Strassenstücke als Strassenachsen im Sinne der amtlichen Vermessung erhoben (Normalfall), so wird diesem Attribut IstAchse der Wert ja zugewiesen. (Die Ausnahme wird im Abschnitt Lokalisation auf Gemeindegrenze beschrieben.) Die Definition der Strassenachse gemäss swisstopo und VSS finden Sie unter "Weiterführende Links". Die Adressachse darf max. 3 m von der Strassenachse abweichen.

Die einzelnen Abschnitte werden in aufsteigender Reihenfolge nummeriert (Ordnung), in der Regel - aber nicht zwingend - in gleicher Richtung wie die Hausnummern. Diese fortlaufende Nummerierung beginnt mit der Nummer 1. Diese Ordnungsnummer ist «IDENT» und darf nicht verändert werden.

Entstehen durch die Nachführung (Strassenachsmutation) neue Strassenstücke, so bleibt die Nummerierungsreihenfolge unverändert. Für neue Strassenstücke wird die nächst freie Nummer verwendet. Bewilligte, projektierte Strassen werden im Datensatz analog den projektierten Bauten spätestens 30 Tage nach dem Bauentscheid erfasst.

Sofern die neue oder projektierte Adressachse bei einem vorhandenen Stützpunkt der übergeordneten Adressachse oder an der Gemeindegrenze beginnt, wird die Liniendefinition der übergeordneten Adressachse nicht aufgetrennt. Existiert im Bereich der Strasseneinmündung bei der übergeordneten Adressachse kein Stützpunkt, so muss die neue Adressachse auf deren Liniengeometrie beginnen. Die übergeordnete Adressachse muss auch in diesem Fall nicht aufgetrennt werden. Es entsteht kein neues Strassenstück, das mit einer Ordnungsnummer attributiert werden müsste.

Beispiel Nachführung Adressachsen

Bild vergrössern Beispiel Nachführung Adressachsen

neue Adressachse auf bestehenden Stützpunkt

neue Adressachse auf bestehenden Stützpunkt

neue Adressachse auf Liniengeometrie der übergeordneten Adressachse

neue Adressachse auf Liniengeometrie der übergeordneten Adressachse

(Liniengeometrie muss nicht aufgebrochen werden)


Anfang und Ende der Adressachsen sind mit der Gemeinde zu klären. Anfang und Ende der Adressachse müssen mit denjenigen des Strassennamens übereinstimmen. Welche Verzweigung oder Sackgasse Bestandteil der Adressachse ist, muss bereinigt werden. Im Baugebiet werden Detailerschliessungen wie Stichstrassen, Sackgassen, private Hauszufahrten oder Notzufahrten in der Regel nicht als Adressachsen erfasst. Dienen Abzweiger/Seitenarme einer Strasse auch der Durchfahrt zu weiteren Strassen, sollten sie jedoch als Adressachse erfasst werden. Die Nummerierung erfolgt grundsätzlich vom Hauptstrassenzug aus. Bei Strassen am Siedlungsrand ist zu klären, ob der weiterführende Feldweg zum Strassenamen gehört oder ob die offizielle Bezeichnung endet.


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