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Überführung althergebrachter Qualitätsattribute in die AV93

Allgemeines

Für Basispunkte und Gemeinde-Höhenfixpunkte von bestehenden, qualitativ guten Vermessungswerken, welche im Rahmen einer Erneuerung definitiv in die amtliche Vermessung (AV93-Standard) überführt werden, müssen die bestehenden Qualitätsangaben in Attribute der AV93 umgesetzt werden.

Ob das bestehende Basispunktnetz die qualitativen Anforderungen der AV93 erfüllt, muss im Rahmen des Vorprojektes für die Erneuerung abgeklärt werden. Massgebend sind die Artikel 24 bis 38 der TVAV und die "Richtlinien für die Beurteilung und die Überführung von bestehenden Fixpunktnetzen in RAV-konforme LFP3-Netze" (Juni 1992 mit Ergänzungen 2001).

Die Konkordanztabelle zeigt auf, wie im Kanton Bern bestehende Qualitätsattribute - zum Beispiel die Bestimmungsklasse der Fixpunkte entsprechend der Weisungen für die Anwendung der automatischen Datenverarbeitung in der Parzellarvermessung (ADV-Weisungen vom 28. November 1974) - für Vermessungen, welche die obgenannten Qualitätsanforderungen erfüllen in der Regel in die Attribute «Genauigkeit» und «Zuverlaessigkeit» der AV93 umgesetzt werden.
Die nachstehend aufgeführten Werte dürfen für gute teilnumerisch oder vollständig numerisch bearbeitete Vermessungen ab 1975 (elektrooptische Distanzmessung, Genauigkeitsstufen 1 bis 3) übernommen werden. Sie müssen aber kritisch hinterfragt werden.

Abweichende Werte können unter Berücksichtigung:

  • des Standards und des Alters der zu erneuernden Vermessung,
  • der eingesetzten Messinstrumente und Messmethoden im Zeitpunkt der Neuvermessung und der Nachführung,
  • des Instruktionsgebietes resp. der Genauigkeitsstufe,
  • der Kenntnisse des Nachführungsgeometers

im Rahmen der Bearbeitung des Vorprojektes für die Erneuerung oder im Rahmen der Verifikation festgelegt werden. Entscheide über die Vergabe abweichender Werte und über die Vergabe von Qualitätsattributen für Vermessungen, welche vor Inkrafttreten der ADV-Weisungen entstanden, sind zusammen mit dem AGI zu treffen.

Werden im Rahmen einer Erneuerung die Fixpunkt-Koordinaten mit alten Messungen streng nach der Methode der kleinsten Quadrate neu ausgeglichen, resultieren aus der Ausgleichung Koordinaten (X,Y,H), mittlere Lage- und Höhefehler a posteriori und äussere Zuverlässigkeitswerte. Im Falle einer Neuberechnung der Fixpunkte sind deshalb als Qualitätsattribute die neu errechneten Werte, und nicht die aus der althergebrachten Bestimmungsklasse abgeleiteten Werte, zu führen.


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