Suchbereich

Stichwörter von A bis Z

Navigation




Unterirdische Gebäude

Unterirdische Gebäude sind zu erheben, wenn von aussen erkennbar ist, dass ein unterirdisches Gebäude besteht und oder das unterirdische Gebäude eine Gebäudeadresse besitzt.

Bei teilweise überdeckten Gebäuden (Einstellhallen, Erdhäuser usw.) bestimmt der jeweils dominierende Teil (massgebend ist die Sichtbarkeit der Fassade) über die Informationsebenenzugehörigkeit Bodenbedeckung oder Einzelobjekte. Beispiel: Ein Wohnblock und eine angebaute unterirdische Einstellhalle werden als zwei Objekte erfasst, der Wohnblock in der Informationsebene Bodenbedeckung als Gebaeude und die Einstellhalle in der Informationsebene Einzelobjekte als Einzelobjektart «unterirdisches_Gebaeude».

Bei unterirdischen Gebäuden sind die Aussenwände zu erheben (Maueraussenseite). Objekte der EOArt unterirdisches_Gebaeude werden geschlossen als «Flaechenelement» definiert. In Ausnahmefällen (nur bei überdeckten Einfahrten innerhalb der unterirdischen Einstellhallen) dürfen die unterirdischen Gebäude zusätzlich mit einem «Linienelement» unterteilt werden.

Die unsichtbaren unterirdischen Gebäudeteile dürfen mit zu Hilfenahme geeigneter Kontrollen von den Plänen des ausgeführten Bauwerkes resp. den Revisionsplänen übernommen werden.

Beispiel für ein Gebäude der Einzelobjekte als «unterirdisches_Gebaeude»:

Beispiel für ein Gebäude der Bodenbedeckung als «Gebaeude»:

Unterirdische Gebäude, welche eine klare Einheit darstellen und zum Teil durch oberirdische Hauptumrisse "überdeckt“ werden, sind als Ganzes als unterirdisches Gebäude zu definieren (in Überschneidung mit den Hauptumrissen der Informationsebene Bodenbedeckung), vgl. Beispiel Einstellhalle.

Beispiel Einstellhalle:

Beispiel Einstellhalle:

Unterirdische Gebäudeteile, die nicht in der GRUDA-AV erfasst werden und die in der Plandarstellung den Hauptumriss des oberirdischen Gebäudes nur teilweise überragen, können ohne weitere Abklärung der Ausgestaltung der unterirdischen Anlage als Ergänzung zum oberirdischen Gebäudehauptumriss definiert werden; das heisst ergänzend zum Gebäudehauptumriss der Informationsebene Bodenbedeckung.

Beispiel Gebäude ohne Eintrag in der GRUDA-AV:

Beispiel Gebäude ohne Eintrag in der GRUDA-AV:

Unterirdische Gebäudeteile, die in der GRUDA-AV erfasst werden, sind ohne weitere Abklärung der Ausgestaltung der unterirdischen Anlage inklusive des oberirdischen Gebäudehauptumrisses der Bodenbedeckung oder nach effektiven Ausmassen zu definieren.

Beispiele Gebäude mit Eintrag in der GRUDA-AV:

Beispiele Gebäude mit Eintrag in der GRUDA-AV:

Beispiel unterirdisches Objekt mit separater Gebäudeadresse:

Beispiel unterirdisches Objekt mit separater Gebäudeadresse:

  • Pro Gebäudeadresse eines unterirdischen Gebäudes ist ein Objekt «unterirdisches_Gebaeude» zu erheben (1:1 Beziehung).
  • Zu «unterirdisches_Gebaeude» gehören auch unterirdische Bauten und Anlagen wie Pumpstationen, geschlossene Jauchebehälter, Tanklager, Tiefsilo (unterirdisches betoniertes Silo) usw. 
  • Grosse unterirdische Scheibenstände von Schiessanlagen werden der «EOArt unterirdisches_Gebaeude» zugeordnet. Kleine Scheibenstände, die aber noch erhoben werden, sind der «EOArt Unterstand» zuzuordnen.
  • Bei den unterirdischen Gebäuden wird im Plan für das Grundbuch die «Hausnummer» (aus dem «TOPIC Gebaeudeadressen»), sofern vorhanden, angeschrieben. Die Gebäudeidentifikatoren der GRUDA-AV (BE-GID) und der GWR_EGID (= Eidgenössischer Gebäudeidentifikator des eidgenössischen Gebäude- und Wohnungsregisters) werden im Plan für das Grundbuch nicht geplottet.
  • Öffentliche unterirdische Gebäude, vor allem folgende Objekte, sind anzuschreiben: Bahnhof, Reservoir, Schiessstand, Turnhalle, Zivilschutzanlage. Ist der Name Bestandteil der Gebäudeadresse (zum Beispiel Zivilschutzanlage Riedli), so wird dieser in der «TABLE GebaeudeName» im «TOPIC Gebaeudeadressen» erfasst.
  • Die Darstellung im Bereich der Einfahrten von Einstellhallen erstreckt sich bis zur äussersten Linie, welche aus der Vogelperspektive gesehen werden kann (Brüstungsmauer). Die überdachte Einfahrt gehört zur «EOArt unterirdisches_Gebaeude».

Weitere Informationen

 


Mein Warenkorb ([BASKETITEMCOUNT])

Informationen über diesen Webauftritt

https://www.bve.be.ch/bve/de/index/vermessung/Handbuch_DM_01_AV/einzelobjekte/einzelobjektarten/unterirdische_gebaeude.html