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Projektierte Objekte

Projektierte unterirdische Gebäude und Reservoire müssen erfasst werden, sobald das entsprechende Bewilligungsverfahren abgeschlossen ist.
Die Erfassung ist innerhalb von vier Wochen nach Erhalt der Meldung in den Daten der amtlichen Vermessung und GRUDA-AV durchzuführen, vergleiche KVAV, Art. 2, Absatz 2.

Die Erfassung von projektierten Bauten im Datensatz der AV wird mit minimalem technischem Aufwand und ohne Feldarbeiten gemacht, siehe auch Datenbeschreibung AV/AVS  >  Hinweise  >  Nachführungstabellen. Die Objekte sind mit vereinfachten Grundrissen zu erfassen. Kleinere unbedeutende Anbauten müssen nicht erhoben werden.

Damit die projektierten Einzelobjekte (nur unterirdische Gebäude, Reservoire und bedeutende Anbauten) im DM.01-AV-BE ohne Zusatzprogrammierungen speziell dargestellt werden können, werden sie in den AV-Daten bis zu deren Fertigstellung in der Bodenbedeckung erhoben. Der BE-GID (nicht bei den Anbauten), der «Objektname» “projektiert“ und, wenn vorhanden, der GWR_EGID (nicht bei den Anbauten) und auch die Gebäudeadressen müssen in den AV-Daten erfasst werden. In der GRUDA-AV werden die projektierten unterirdischen Gebäude und Reservoire als projektierte BB-Gebäude erfasst. Die projektierten Anbauten hingegen werden in der GRUDA-AV nicht erfasst.

Es gilt den Grundsatz zu beachten: Vollständigkeit vor Genauigkeit.

Die Erfassung von projektierten Bauten muss nach Einpassung des Baugesuchsplanes mit mindestens der Digitalisierungsgenauigkeit erfolgen. Je nach Genauigkeitsanforderung seitens der Datenanwender können deren Bedürfnisse unter Umständen nicht umfassend abgedeckt werden. Aus diesem Grund ist es zwingend nötig, die Genauigkeit der projektierten Bauten im abzugebenden Produktebeschrieb den Datenbezügern unmissverständlich bekannt zu geben.
Zudem müssen die Anwender der AV-Daten auf die Problematik der vereinfachten Erfassung von projektierten Bauten hingewiesen werden. Zum Beispiel können Leitungsbetreiber nur bedingt Einmasse von Hausanschlüssen auf den als projektiert erfassten Grundriss beziehen, da deren Lage und Gestalt durch die Gebäudenachführung noch Veränderungen erfahren kann.

Projektierte Abbrüche werden nicht erfasst, sondern die Daten werden erst nach einem tatsächlichen Abbruch nachgeführt.

Auf die Berechnung und Änderung von Kulturflächen im Zeitpunkt der Erfassung projektierter Bauten in der amtliche Vermessung wird verzichtet.

Die projektierten Bauten dürfen im Plan für das Grundbuch nicht dargestellt werden. Auf Auszügen davon und bei allen weiteren Auszügen aus den Daten der AV sowie auf abgeleiteten Plänen müssen die projektierten Bauten jedoch eindeutig als solche erkennbar sein; zum Beispiel muss eine andere Signatur verwendet werden.


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Informationen über diesen Webauftritt

https://www.bve.be.ch/bve/de/index/vermessung/Handbuch_DM_01_AV/einzelobjekte/allgemeines/projektierte_objekte.html