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Bestockte Flächen (TVAV Art. 18)

Bestockte Flächen umfassen den Wald im Sinne von Artikel 2 Absatz 1 und 2 des Bundesgesetzes vom 4.Oktober 1991 über den Wald (Waldgesetz, WaG). Als Wald gilt jede Fläche, die mit Waldbäumen oder Waldsträuchern bestockt ist und Waldfunktionen erfüllen kann. Entstehung, Nutzungsart und Bezeichnung im Grundbuch sind nicht massgebend.

Der Geometer hat für die Festlegung der bestockten Flächen die zuständige Stelle des Forstdienstes (Waldabteilung) anzusprechen. Die vom Forstdienst festgelegte Waldgrenze ist gleichzeitig die Abgrenzung der landwirtschaftlichen Nutzfläche. Bei Unsicherheiten ist zusätzlich das Naturschutzinspektorat beizuziehen.

Der Anteil der landwirtschaftlichen Nutzfläche bei Weidwäldern («BBArt uebrige_bestockte») und Wytweiden («BBArt Wytweide_dicht» und «Wytweide_offen») ist in GRUDA-AV zu führen. Die Forstdienste erheben bei diesen Bodenbedeckungsarten den Bestockungsanteil und die Restfläche (Landwirtschaftliche Nutzfläche) pro Grundstück. Verwaltet werden diese Angaben in GRUDA-AV vom Geometer.

Flächen, für die eine Aufforstungspflicht besteht, gelten als projektierte Objekte. Auf Antrag der Gemeinde nimmt das Amt für Wald im Bereich von bestehenden und zukünftigen Bauzonen Waldfeststellungen vor. Rechtskräftig festgestellte Waldgrenzen sind verbindlich und unveränderbar. In der Regel können diese Waldgrenzen in die amtliche Vermessung übernommen werden. Ausserhalb des Bereiches der Bauzonen hingegen wird in den Plänen der amtlichen Vermessung die im Zeitpunkt der Aufnahme aktuelle Waldgrenze dargestellt. Die so ermittelte Waldgrenze entspricht nicht in jedem Fall der Waldgrenze nach Waldgesetz. Im Zweifelsfall muss diese im Rahmen eines offiziellen Waldfeststellungsverfahren ermittelt werden.

Walderschliessungsstrassen, und -wege sind Bestandteile der «BBArt Strasse_Weg». Ebenso sind Gebäude innerhalb bestockter Flächen der «BBArt Gebaeude» zuzuordnen.

In der amtlichen Vermessung werden in der Regel nur die Flächen dargestellt, welche die Erhebungskriterien und die Flächenkriterien unter Bodenbedeckung > Detaillierungsgrad erfüllen.

Hecken und Feldgehölze im Sinne des Naturschutzgesetzes, und bestockte Flächen, welche durch den Forstdienst nicht als Wald angesprochen werden, gehören zur umschliessenden «BBArt» und werden lediglich als Einzelobjekte der «EOArt schmale_bestockte_Flaeche» erhoben (vergleiche Einzelobjekte > Einzelobjektarten > Schmale bestockte Fläche). Diese Flächen gelten als beitragsberechtigt für landwirtschaftliche Direktzahlungen.

Weidwald oder Wytweide

Wytweid (= bestockte Weiden, kommen nur im Jura vor):
Kühe und Schafe sind in den Wytweiden erwünscht. Wytweiden sind abgegrenzt (Steinmauern oder dauerhafte Zäune).

 

 

Mischzonen (= «uebrige_bestockte»)


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https://www.bve.be.ch/bve/de/index/vermessung/Handbuch_DM_01_AV/bodenbedeckung/bodenbedeckungsarten/bestockte_flaechen.html