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Siedlungsabfälle

CORONA: Empfehlungen für die Kehrichtentsorgung (PDF, 201 KB, 3 Seiten)

Die Corona-Pandemie bringt in weiten Teilen unserer Gesellschaft Verunsicherungen mit sich, auch die Akteure in der Abfallwirtschaft sind davon nicht ausgenommen. Das AWA erhielt in den letzten Tagen von verschiedenen Seiten sehr viele Anfragen, ob und wie die kommunale Abfallsammlung bzw. die Sammelstellen betrieben werden sollen. Auf Ersuchen der Kantone und in der Bemühung, einen möglichst einheitliche Umsetzung zu ermöglichen, hat das BAFU in Absprache mit dem BAG, dem ASTRA und der SUVA das beiliegende Empfehlungsschreiben erarbeitet. Diese soll Antworten auf die häufigsten Fragen geben. Sobald wir die noch fehlenden Empfehlungen betreffend Abfalltransporten erhalten haben, werden wir Ihnen das vervollständigte Dokument baldmöglichst erneut zustellen.

Wir bitten Sie, diese Empfehlungen in allen bedienten Entsorgungshöfen umzusetzen. Dieses Schreiben geht zusätzlich auch an die privaten Betreiber von Recyclinghöfen im Kanton Bern.

Gleichzeitig ersuchen wir Sie, über Ihre Informationskanäle die Bevölkerung entsprechend zu informieren. Die Entsorgungszentren können unter dem teilweisen grossen Besucherandrang die Pandemievorschriften – und insbesondere die Distanzvorschriften – nicht mehr einhalten. Um die Besucherinnen und Besucher der Entsorgungszentren, aber auch die Mitarbeitenden zu schützen, ist ein Appell an die Bevölkerung, die Entsorgungsbetriebe nur bei wirklich dringendem Bedarf und in möglichst geringer Personenzahl aufzusuchen hilfreich. Stattdessen sollen die nicht betreuten Sammelstellen für Glas, PET, Metalle, … verwendet werden. Es ist selbstverständlich, dass die Sammlung von Hauskehricht und Grüngut aufrecht erhalten werden muss. Dies gehört zur notwendigen Grundversorgung der Bevölkerung.

Wir danken Ihnen für Ihre Mitarbeit im Kampf gegen CoVid-19!

PS: Es besteht aus unserer Sicht kein Zwang, die bedienten Entsorgungshöfe weiter zu betreiben. Sollten Sie oder ein privater Entsorgungshof entgegen den Empfehlungen des BAFU beschliessen, den Betrieb einzustellen, so haben wir hierfür selbstverständlich Verständnis.

 

Regionalanalyse Abfallbewirtschaftung 

Gemäss Sachplan Abfall 2017 verfolgt der Kanton Bern das Ziel, eine engere regionale Zusammenarbeit zwischen einzelnen Gemeinden und Abfallverbänden sowie die Professionalisierung von Sammelangeboten zu fördern. Mit Suisse Recycling als Partner wurde 2019 ein Projekt gestartet, das zeigen soll, wie dieses Ziel umgesetzt werden kann.

Anhand von drei ausgewählten Testregionen wurde ermittelt, wo eine Zusammenarbeit in der Abfallbewirtschaftung bereits vorliegt, respektive was die Gründe sind, weshalb bis heute keine solche Zusammenarbeit stattfand. Im Weiteren werden Potenziale aufgezeigt und einfache Anleitungen gegeben, wie und wo Gemeinden zukünftig im Abfallbereich vermehrt gemeinsam aktiv werden können.

Regionalanalyse Abfallbewirtschaftung  (PDF, 11 MB, 31 Seiten)

 

SAVE FOOD, FIGHT WASTE

In der Schweiz geht ein Drittel aller essbaren Lebensmittel verloren. Jährlich fallen 2,8 Millionen Tonnen Food Waste vom Feld bis zum Teller an. Das entspricht rund 4,5-mal dem Gewicht der Schweizer Bevölkerung. Diese Verschwendung belastet nicht nur das Portemonnaie, sondern schadet auch der Umwelt. Die schweizweite Initiative «SAVE FOOD, FIGHT WASTE.» will das ändern. Sie soll die Öffentlichkeit für die Problematik von Food Waste sensibilisieren und Konsumentinnen und Konsumenten motivieren, Food Ninjas zu werden.

Geniessen statt Wegwerfen

Will die Schweiz Food Waste reduzieren, sind Konsumentinnen und Konsumenten, aber auch alle Akteure der Lebensmittelbranche gefordert. Die Initiative «SAVE FOOD, FIGHT WASTE.» wird bereits von einer starken und wachsenden Allianz institutioneller Partner unterstützt. Zu den heute 69 Partnern zählen drei Bundesämter, 20 Kantone, darunter auch der Kanton Bern, zehn Gemeinden und Abfallzweckverbände, Interessengemeinschaften von Konsumenten, Bauern und Detailhandel sowie zahlreiche grosse und mittlere Unternehmen und Food-Save-Initiativen. Sie alle engagieren sich mit verschiedenen Massnahmen für die Vermeidung von Food Waste.

Mehr über die Initiative erfahren Sie hier

save food fight waste

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Kehricht, Abfälle aus Separatsammlungen, Klärschlamm, Strassenabfälle

Unter Siedlungsabfällen versteht man aus Haushalten stammende Abfälle sowie Abfälle aus Unternehmen mit weniger als 250 Vollzeitstellen, deren Zusammensetzung betreffend Inhaltsstoffe und Mengenverhältnisse mit Abfällen aus Haushalten vergleichbar sind. Der Kanton Bern verfügt heute über eine gut funktionierende Infrastruktur, mit der die anfallenden Siedlungsabfälle der Berner Bevölkerung fachgerecht und energieeffizient behandelt und verwertet werden. In den sieben Kehrichtverwertungsanlagen des Berner KVA-Dispositivs werden täglich über 1000 Tonnen Siedlungsabfälle zusammen mit den Abfällen aus Industrie und Gewerbe energetisch verwertet. Dazu gehört auch die Nutzung der anfallenden Wärme.

Bei Fragen zur Entsorgung von Siedlungsabfällen ist die Wohn- resp. Standortgemeinde erste Ansprechpartnerin. Die Entsorgung der Siedlungsabfälle obliegt den Gemeinden.

Kunststoffe lassen sich nun mal nicht kompostieren

Jährlich sammeln Gemeinden im Kanton Bern rund 95 000 Tonnen biogene Abfälle. Pro Kopf ergibt das rund 92 Kilogramm. Zusammen mit biogenen Ab­fällen aus Industrie und Gewerbe werden diese Abfälle in Kompostier- und Vergärungsanlagen ver­wertet und anschliessend als Recyclingdünger in der Landwirtschaft eingesetzt. Doch es gibt ein Problem: Fremdstoffe (z.B. Kunststoffe, Metalle).
Auch mit ausgeklügelter Separierungstechnik ist es heute noch nicht möglich, Fremdstoffe ausreichend aus separat gesammelten Grünabfällen zu entfernen. Hinzu kommt, dass der hierfür notwendige Mehraufwand für Anlagenbetreiber kaum zahlbar ist. Am Schluss steht nicht selten ein Produkt, das zwar wertvolles organisches Material und Nährstoffe, aber eben auch Fremdstoffe enthält. Hier besteht Handlungsbedarf.

Kunststoffe - sammeln oder nicht?

Immer mehr Schweizerinnen und Schweizer möchten ihre Kunststoffabfälle separat sammeln. Diese Tendenz nimmt spürbar zu. Eine separate Sammlung ist aber nur dann sinnvoll, wenn Kosten und Nutzen in einem angemessenen Verhältnis stehen.

Das Bundesamt für Umwelt BAFU, der Cercle déchets der Kantone und die Organisation Kommunale Infrastruktur haben im November 2017 mit den betroffenen Kreisen über Kunststoffsammlung und -recycling diskutiert und schliesslich zehn Empfehlungen abgegeben. Das Amt für Wasser und Abfall (AWA) unterstützt diese Empfehlungen vollumfänglich.

Nicht in Frage gestellt wird die Sammlung von PET-Getränkeflaschen. Die heute vom Detailhandel angebotene Sammlung von Kunststoffflaschen wird ebenfalls begrüsst. Bei der separaten Sammlung von gemischten Kunststoffabfällen ist jedoch heute der stofflich hochwertig verwertbare Anteil des Sammelgutes noch zu tief.

Littering - Toolbox

«Littering» bezeichnet das achtlose Wegwerfen von Abfällen im öffentlichen Raum und ist eine traurige Kehrseite unserer wohlständigen Gesellschaft. Im Kampf gegen dieses Ärgernis gibt es kein Patentrezept. Jedes Jahr setzen viele Gemeinden und Schulen kreative Kampagnen und Einzelmassnahmen gegen Littering um. Um die wertvollen Erfahrungen aus diesen Projekten für alle zugänglich und nutzbar zu machen, werden sie auf einer Website gesammelt und zur Verfügung gestellt.

Seit November 2017 ist die grundlegend überarbeitete «Littering-Toolbox» online unter www.littering-toolbox.ch verfügbar. Hinter der Initiative steht der Kanton Bern gemeinsam mit sechzehn anderen Kantonen, dem Fürstentum Liechtenstein, der IG saubere Umwelt (IGSU), der Fachorganisation Kommunale Infrastruktur und dem Bundesamt für Umwelt (BAFU). 


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Informationen über diesen Webauftritt

https://www.bve.be.ch/bve/de/index/umwelt/umwelt/Abfall2/siedlungsabfaelle.html