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Erdwärmesonden

Der Eingriff in den Untergrund und der Wärmeentzug mittels Erdwärmesonde erfordert eine Gewässerschutzbewilligung.

Voraussetzungen für eine Bewilligung

Die Zulässigkeit von Erdwärmesonden richtet sich nach den Vorgaben der Gewässerschutzgesetzgebung und den geologischen / hydrogeologischen Verhältnissen im Untergrund. Die Erdwärmesondenkarte im Geoportal zeigt, in welchen Gebieten Erdwärmesonden grundsätzlich zulässig sind.

In Bereichen mit Tiefenbeschränkung oder in Gebieten, die in der Erdwärmesondenkarte gelb markiert sind (AWA kontaktieren) muss mit zusätzlichen Anforderungen an das Gesuch (z.B. vorgängige hydrogeologische Beurteilung) und/oder mit speziellen Auflagen gerechnet werden.

Das Merkblatt Allgemeine Bedingungen, Auflagen und Hinweise (PDF, 36 KB, 3 Seiten) für die Erstellung und den Betrieb von Erdwärmesondenanlagen ist zu berücksichtigen.

Weitere Hinweise zur Planung von Erdwärmesonden

  • Abstand aus bohrtechnischen Gründen
    Aus bohrtechnischen Gründen ist bei vertikalen Bohrungen zwischen einzelnen Erdwärmesonden ein minimaler Abstand von 5 m einzuhalten (SIA Norm 384/6). Weiter empfiehlt das Amt für Wasser und Abfall (AWA) einen Abstand von 2 m zu bestehenden Gebäuden (Fassade) einzuhalten.
  • Abstand zu benachbarten Grundstücken
    Es ist ein Abstand von 3 m zur Grenze zu Nachbargrundstücken einzuhalten. Wird eine Bohrung näher als 3 m geplant, muss der Gesuchsteller dem Gesuch die Zustimmungserklärung des betroffenen Grundeigentümers beilegen.
  • Abstand zu öffentlichen Strassen
    Der öffentlich-rechtliche Strassenabstand wird durch den Strasseneigentümer (Kanton/Gemeinde) festgelegt. Soweit keine abweichenden Vorschriften bestehen, beträgt der Strassenabstand ab Fahrbahnrand gemäss Art. 80 des Strassengesetzes bei Kantonsstrassen 5 m und bei Gemeindestrassen 3.6 m. Bei Bohrungen in Strassennähe ist der erforderliche Abstand vorgängig mit dem Strasseneigentümer zu klären. Wird der Strassenabstand unterschritten, ist dem Gesuch eine schriftliche Zustimmung des Strasseneigentümers beizulegen.
  • Thermische Beeinflussung
    Erdwärmesonden können sich gegenseitig beeinflussen. Deshalb ist der Sondenabstand zwischen zwei benachbarten Sonden zu maximieren (SIA Norm 384/6). Eine ungenügende Dimensionierung der Erdwärmesonden kann - auch unter Einhaltung der beschriebenen Abstände - zu Einbussen bei der Heizleistung führen. Die Beurteilung der Dimensionierung und der gegenseitigen Beeinflussung von benachbarten Sonden obliegt nicht dem AWA.

Gesuchsformulare

Wird im Rahmen eines Baugesuchs um den Wärmeentzug mittels Erdwärmesonden ersucht, ist das Formular 3.7 (PDF, 216 KB, 2 Seiten) auszufüllen und mit den übrigen Gesuchsunterlagen bei der zuständigen Einwohnergemeinde einzureichen.

Bei Heizungssanierungen (ohne weiteres Bauvorhaben) kann das Gesuchsformular für Erdwärmesonden mit den erforderlichen Beilagen direkt beim AWA eingereicht werden.

Gebühren

Für die Gewässerschutzbewilligung zum Entzug von Wärme mittels Erdwärmesonden wird eine Verwaltungsgebühr erhoben.

Erdwärmesonden Gebühr pro Bohrlaufmeter Fr. 2.85
  Zuschlag Gewässerschutzbereich A Fr. 120.00
  Administrationsgebühr (abhängig vom Aufwand) mind. Fr. 30.00

Zuständige Fachpersonen

Oliver Reist
Kontakt per E-Mail
Tel. +41 31 633 38 24

Alain Rolli
Kontakt per E-Mail
Tel. +41 31 633 58 52

Dokumente zum Thema

Karten, Formulare und Publikationen


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