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Verkehrssanierung Aarwangen Länge des Spichigwaldtunnels in Überprüfung bestätigt

6. November 2018 – Medienmitteilung

Im vergangenen Jahr haben die Stimmbürgerinnen und Stimmbürger des Kantons Bern in einer Volksabstimmung dem Projektierungskredit für die Verkehrssanierung Aarwangen deutlich zugestimmt. Im Rahmen der laufenden Projektierung wurde die Tunnellänge Spichigwald nun nochmals überprüft. Die Ergebnisse zeigen auf, dass die bisherige Tunnellänge «kurz» das beste Kosten-Nutzen-Verhältnis aufweist, umweltverträglich ist und sorgsam mit dem Kulturland umgeht. Der Nutzen eines längeren Tunnels wäre gering und hätte zu grosse Mehrkosten zur Folge.

Ausgehend vom Anliegen aus der öffentlichen Mitwirkung zur Verkehrssanierung Aarwangen prüfte das Tiefbauamt des Kantons Bern drei Tunnellängen im Spichigwald: die in der Volksabstimmung bestätigte Lösung «kurz» (500 Meter lang), eine Lösung «mittel» (830 Meter lang) und eine Lösung «lang» (1’065 Meter lang). Bei Gesamtkosten von 136 Millionen Franken verteuert sich das Projekt bei der Lösung «mittel» um 34 Millionen und bei der Lösung «lang» um 59 Millionen Franken.

Kurzer Tunnel wird in Überprüfung bestätigt

In einer umfassenden Überprüfung hat das kantonale Tiefbauamt die drei Tunnellängen überprüft und dabei insbesondere die Auswirkungen auf die Umwelt und Landschaft sowie das Kosten-Nutzen-Verhältnis untersucht. Die Abklärungen haben ergeben, dass bei der Tunnellänge «mittel» und «lang» zwar der Verbrauch von Kulturland gegenüber der Lösung «kurz» etwas vermindert werden kann und Lebensräume sowie die Landschaftskammer Bützbergtal stärker geschont werden. Diese Verbesserungen gegenüber der Lösung «kurz» sind aber gering und weisen auch Nachteile auf, insbesondere durch eine Beeinträchtigung des Grundwassers (Grundwasserhochstand und Durchflusskapazität).

Unter Berücksichtigung sämtlicher Aspekte sind die Verbesserungen durch einen verlängerten Tunnel gering und angesichts der beträchtlichen Mehrkosten zu klein. Die Bau-, Verkehrs- und Energiedirektion hat deshalb entschieden, dass die bisherige Lösung "kurz" weiterverfolgt werden soll, was auch dem deutlichen Verdikt aus der Volksabstimmung entspricht.

Massnahmen zu Gunsten der Umwelt

Bei den weiteren Projektierungsarbeiten bleiben die Auswirkungen auf die Ökologie und Landschaft sehr wichtige Themen. Ziel ist ein umweltverträgliches Gesamtprojekt. So sind zahlreiche Massnahmen vorgesehen, welche die Umweltbeeinträchtigung entweder vermeiden, reduzieren oder kompensieren. Dazu gehören Renaturierungen von Wiesenbächen, die Wiederaufforstung mit einheimischen Bäumen und Sträuchern sowie Vernetzungsmöglichkeiten für Wildtiere. Um Kulturlandverlust zu reduzieren und wertvolle Fruchtfolgeflächen zu erhalten, wird zurzeit ein Projekt für eine Landumlegung erarbeitet, das gleichzeitig die Situation für die Landwirte u.a. mit Parzellenbereinigungen zu verbessern sucht.

Im Frühjahr 2020 ist eine weitere öffentliche Mitwirkung zum Bauprojekt geplant. Die öffentliche Planauflage ist im Sommer 2020 vorgesehen. Nach der Bewilligung des  Ausführungskredits kann frühestens 2022 mit dem Bau gestartet werden.

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