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Bericht zur Nachhaltigen Entwicklung und Bilanz der Legislaturplanung 2015–2018 Positiver Trend – mit Aufholbedarf im Kantonsvergleich

15. Mai 2018 – Medienmitteilung

Der Trend bezüglich der Nachhaltigen Entwicklung im Kanton Bern in den vergangenen Jahren ist mehrheitlich positiv. Im Kantonsvergleich liegt Bern allerdings noch zurück. Dies zeigt der Bericht des Regierungsrats zur Nachhaltigen Entwicklung im Kanton Bern. Der Bericht zeigt auch auf, wo der Regierungsrat mit seinen Legislaturzielen 2015–2018 einen besonders starken Bezug zur Nachhaltigen Entwicklung schaffen konnte.

Seit mehr als zehn Jahren orientieren sich die Legislaturplanungen und Strategien des Regierungsrats an den Grundsätzen der Nachhaltigen Entwicklung. Dabei berücksichtigt er die drei Bereiche Umwelt, Wirtschaft und Gesellschaft gleichwertig. Der Bericht 2018 des Regierungsrats zur Nachhaltigen Entwicklung zeigt anhand von Indikatoren auf, wo der Kanton Bern bei der Umsetzung der Nachhaltigen Entwicklung steht, auch im Vergleich mit den anderen Kantonen. Im Gegensatz zu den früheren Berichten aus den Jahren 2010 und 2014 zeigt der aktuelle Bericht erstmals auch auf, wie weit die in der Legislaturplanung 2015–2018 definierten Ziele umgesetzt werden konnten und wie stark ihr Bezug auf die Nachhaltige Entwicklung war.

Grundsätzlich positive Entwicklung, aber Rückstand auf andere Kantone

Bezüglich der Nachhaltigen Entwicklung überwiegen im Kanton Bern die positiven Aspekte. Im Bereich Umwelt wurden verschiedene Verbesserungen erreicht, beispielsweise bei den geschützten Naturräumen.

Gemischt ist die Bilanz bei der Wirtschaft. Das Mietpreisniveau ist gestiegen und die Steuerbelastung im Kanton Bern ist nach wie vor hoch. Positiv hat sich hingegen das Qualifikationsniveau beziehungsweise die Verfügbarkeit von hochqualifizierten Arbeitskräften entwickelt.

Im Bereich Gesellschaft fällt die Bilanz neutral bis positiv aus. Der Kanton Bern verbesserte sich unter anderem beim öffentlichen Verkehr. Zudem nahm die Belastung durch Verkehrslärm ab, und es wurden weniger Verkehrsunfälle mit Verletzten oder Todesopfern registriert. Einzig bei der Integration verlief die Entwicklung weg vom angestrebten Pfad. So hat die Zahl der Einbürgerungen abgenommen und liegt inzwischen wieder auf dem Niveau von 1999.

Im Benchmarking mit den anderen Kantonen weist der Kanton Bern bei der Nachhaltigen Entwicklung allerdings nach wie vor Defizite auf. Insgesamt ist er bei 16 der 29 vergleichbaren Indikatoren unter dem Durchschnitt der 19 Kantone, die sich an diesem Vergleich beteiligen. Gegenüber 2014 ist der Kanton Bern weiter zurückgefallen. Damals lag er noch bei 14 Indikatoren zurück.

Regierungsrichtlinien fördern Nachhaltige Entwicklung

Die Auswertung zeigt, dass die neun von der Regierung im Jahr 2014 definierten Legislaturziele mehr oder weniger stark in allen Bereichen der Nachhaltigen Entwicklung wirken. Am stärksten war der Bezug bei den drei Zielen «Wirtschaftsstandort stärken», «Ressourcen schonend nutzen» sowie «Fortschrittliche Energiepolitik weiterführen». Auch die beiden Ziele «Infrastruktur trotz schwieriger finanzieller Lage optimieren» sowie «Soziale Stabilität sicherstellen» wiesen gute Bezugswerte auf.

Konkret waren die folgenden Massnahmen im Hinblick auf die Nachhaltige Entwicklung des Kantons Bern besonders wichtig: Mit der Revision des kantonalen Richtplans und der Baugesetzgebung setzte der Regierungsrat wichtige Pfeiler zur Verlagerung der Siedlungsentwicklung nach innen und zum besseren Schutz des Kulturlandes. Mit dem neuen Innovationsförderungsgesetz und dem Aufbau von Kompetenzzentren wie dem Switzerland Innovation Park Biel/Bienne erreichte der Regierungsrat wichtige Meilensteine in der Wirtschaftsförderung. Die Infrastrukturprojekte Campus Biel/Bienne der Berner Fachhochschule, der Ausbau des Bahnhofs Bern und der Bypass Thun Nord sind auf Kurs beziehungsweise abgeschlossen. Die Umsetzung der kantonalen Energiestrategie läuft planmässig und die Standortkonzentration der Berner Fachhochschule ist eingeleitet. Schliesslich wurde die Hauptstadtregion zusammen mit den Nachbarkantonen Freiburg, Solothurn, Neuenburg und Wallis weiter gestärkt.

Die Ergebnisse des Berichts werden in die Ausarbeitung der Richtlinien der Regierungspolitik 2019–2022 einfliessen.

Zum Bericht: www.be.ch/aue

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