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Sense21 – ein Fluss für alle

Wie soll der Unterlauf der Sense Mitte des 21. Jahrhunderts aussehen? Diese Frage haben sich in den letzten drei Jahren die Kantone Bern und Freiburg, sechs Anliegergemeinden sowie die lokale Bevölkerung gestellt – und gemeinsam beantwortet. Herausgekommen ist das Gewässerentwicklungskonzept (GEK) «Sense21», welches seit dem Januar 2016 vorliegt.

Seit Beginn des 20. Jahrhunderts ist die Sense zwischen Thörishaus und der Saanemündung kanalisiert. Die Uferverbauungen von damals haben heute ihre Lebensdauer überschritten und schützen nicht mehr zuverlässig vor Hochwasser. Zudem sind in den letzten Jahren weitere Ansprüche an die Sense (Naherholung, Ökologie, Trinkwasser etc.) aufgekommen.
Deshalb musste eine kantonsübergreifende Vision für diesen Flussabschnitt her – das GEK Sense21 war lanciert. Resultat: ein definierter Zielzustand des Sense-Unterlaufs für die Mitte des 21. Jahrhunderts. Und zwar inkl. möglicher Massnahmen, um diesen zu erreichen. Neben Zielen für den Hochwasserschutz setzt das GEK ebenfalls Leitlinien für die künftige Nutzung und ökologische Aufwertung der Sense.

Von der Gegenwart zur Vision: Fachleute analysierten zunächst den Ist-Zustand der Sense (Bild: Eric Sauterel).

Bild vergrössern Von der Gegenwart zur Vision: Fachleute analysierten zunächst den Ist-Zustand der Sense (Bild: Eric Sauterel).

Sense-Unterlauf: Die sechs Anliegergemeinden haben am Gewässerentwicklungskonzept mitgearbeitet (Bild: swisstopo).

Bild vergrössern Sense-Unterlauf: Die sechs Anliegergemeinden haben am Gewässerentwicklungskonzept mitgearbeitet (Bild: swisstopo).

Gemeinsam zum Ziel

Verfasser des Konzepts sind die Tiefbauämter der beiden Kantone Bern und Freiburg sowie der Berner Renaturierungsfonds. Sie haben eng mit den sechs Anliegergemeinden sowie Bürgerinnen und Bürgern zusammengearbeitet. Auf diese Weise wollten sie erreichen, dass auch die breite Bevölkerung die erarbeiteten Ziele und Stossrichtungen unterstützt.

Im Rahmen mehrerer Bürgerforen konnte sich die lokale Bevölkerung einbringen (Bild: naturaqua PBK).

Bild vergrössern Im Rahmen mehrerer Bürgerforen konnte sich die lokale Bevölkerung einbringen (Bild: naturaqua PBK).

In einem ersten Schritt hielten Fachleute wie auch die Bevölkerung die aktuelle Situation im 13 Kilometer langen Unterlauf der Sense fest. Anschliessend haben sie unabhängig voneinander den Zielzustand für das Gewässer erarbeitet und in einem Fachstellen- resp. Bürgerleitbild festgehalten. Deren Synthese dient als Grundlage für das GEK Sense21.

Das GEK berücksichtigt die verschiedenen Ansprüche, welche an die Sense gestellt werden (Bild: Eric Sauterel).

Bild vergrössern Das GEK berücksichtigt die verschiedenen Ansprüche, welche an die Sense gestellt werden (Bild: Eric Sauterel).

Der Weg zur Umsetzung

Das seit Januar 2016 vorliegende GEK umfasst 47 unverbindliche Massnahmen in fünf Bereichen: Flussmorphologie/Wasserbau, Ökologie, Naherholung, Land- und Forstwirtschaft, Wasserqualität. Sie sind nicht im Detail geplant, sondern definieren zunächst die generelle Stossrichtung. Die zuständigen Amtsstellen werden sie in entsprechenden Richtplänen weiterverfolgen. Danach entscheiden die Gemeinden, welche Massnahmen sie in konkreten Projekten umsetzen wollen.


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