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Korrektion Bolligenstrasse Nord

Die Bolligenstrasse, eine wichtige Einfallsachse vom Worblental in die Stadt Bern, wird ab 2020 in ihrem nördlichen Teil ausgebaut. Die Anpassungen sollen einen flüssigeren Verkehr ermöglichen. Das Projekt ist ein wichtiger Bestandteil des Gesamtverkehrskonzepts im Raum Bern Nord. Eine möglichst rasche Realisierung dient auch den SBB beim Gleisausbau im Aaretal.

Die drei Kreisel Milchstrasse, Mösli Ost und Untere Zollgasse werden in Kreuzungen mit neuen, intelligenten Lichtsignalanlagen umgebaut, die den Verkehr bedarfsgerecht steuern. Auf diese Weise lässt sich die Kapazität der Bolligenstrasse Nord deutlich erhöhen. Bei Bedarf kann zugleich der Verkehr dosiert und der ÖV bevorzugt werden. Die Verkehrsachse kann dank der Lichtsignalsteuerung in das künftige regionale Verkehrsmanagement eingebunden werden. Für einen besseren Verkehrsfluss sorgen zusätzliche Fahrstreifen und Abbiegespuren. Die Busse erhalten stadteinwärts eine separate Spur und werden auf Anmeldung hin bei den Lichtsignalanlagen bevorzugt. Die Velofahrerinnen und Velofahrer bekommen einen durchgehenden Radstreifen beidseits der Strasse und Vorrichtungen für ein gesichertes Linksabbiegen.

Perimeter Korrektion Bolligenstrasse Nord.

Bild vergrössern Perimeter Korrektion Bolligenstrasse Nord.

Verbesserungen für den Velo- und Fussverkehr

Aufgrund der Auflage Ende 2016 sind weitere Verbesserungen ins Projekt eingeflossen, die insbesondere dem Langsamverkehr zugutekommen. So werden der nördliche Radstreifen Richtung Worblental und der Gehweg bei der Unteren Zollgasse verbreitert. Hier wird auch die Einmündung angepasst, um das Queren mit Velos zu erleichtern. Zusätzliche Gelbblinker für Fussgänger und Velo sorgen bei der Einmündung Wölflistrasse für mehr Sicherheit. Die Unterführung beim Kreisel Rothus wird gestalterisch aufgewertet und die Bepflanzung zur Verbesserung der Sicht angepasst.

Wichtiger Teil eines Gesamtverkehrskonzepts

Das Projekt Korrektion Bolligenstrasse Nord ist ein wichtiger Baustein im Rahmen eines von Bund, Kanton und Stadt erarbeiteten Gesamtverkehrskonzepts, das im Rahmen einer Testplanung zur Lösung der Verkehrsprobleme im Raum Wankdorf von Bund, Kanton und den direkt betroffenen Gemeinden Bern und Ostermundigen gemeinsam entwickelt worden ist.

Übersicht Verkehrsprojekte Raum Wankdorf.

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Betriebskonzept Bolligenstrasse Nord: Drei Kreisel werden durch neue, intelligente Lichtsignalanlagen ersetzt.

Bild vergrössern Betriebskonzept Bolligenstrasse Nord: Drei Kreisel werden durch neue, intelligente Lichtsignalanlagen ersetzt.

Korrektion begünstigt den Gleisausbau SBB

Eine wichtige Rolle bei der zeitlichen Planung des Projekts spielt die Brücke über die SBB-Gleise beim Knoten Schermenweg. Die SBB beabsichtigen die Gleisanlagen zwischen Wankdorf Süd und Münsingen auszubauen, um unter anderem den Viertelstundentakt im S‑Bahnverkehr zu ermöglichen. Dies bedeutet, dass die Bolligenstrasse künftig über fünf statt nur drei SBB-Gleise führen wird und die Spannweite der Brücke wird entsprechend grösser. Dieser Bau ist sehr anspruchsvoll. Sowohl der Zugsverkehr auf der SBB-Linie wie auch der Verkehr auf der Bolligenstrasse müssen ohne Unterbruch gewährleistet werden.

Koordinierter Bauablauf bringt Vorteile für alle

SBB und Kanton haben sich deshalb auf einen Bauablauf geeinigt, der allen dient: Zuerst die Korrektion der Bolligenstrasse, dann ab 2022 die SBB-Brücke, deren Bau bis drei Jahre in Anspruch nehmen wird. Diese Staffelung hat mehrere Vorteile. Dank den neuen Lichtsignalanlagen auf der Bolligenstrasse wird der Verkehr während des Brückenneubaus wirksam dosiert und kann besser mit den Bau- und Verkehrsphasen der Brückenbaustelle koordiniert und abgestimmt werden. Die SBB können so die Gesamtbauzeit minimieren und früher mit dem Bahnausbau auf der Aaretal-Linie beginnen. Das ist wiederum im Interesse des Kantons, dem die Einführung des Viertelstundentakts auf der Aaretal-Linie ein vorrangiges Anliegen ist.

Der Bund zahlt mit

Der Ausführungskredit für die Korrektion Bolligenstrasse Nord wird dem Grossen Rat voraussichtlich im März 2018 beantragt. Die Gesamtkosten werden auf rund 24 Millionen Franken veranschlagt, wovon der Kanton Bern den grössten Teil übernimmt. Das Projekt steht auf der Liste der Agglomerationsprogramme und wird vom Bund mit 5,25 Millionen Franken mitfinanziert.


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