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Veloalltagsroute Jegenstorf-Bätterkinden

Direkt, sicher und möglichst komfortabel – so stellen sich velofahrende Pendler ihren idealen Arbeitsweg vor. Zwischen Jegenstorf und Bätterkinden fehlt heute eine Veloverbindung, die diese Anforderungen erfüllt. Jetzt nutzen Kanton und Gemeinden die Gunst der Stunde: Die für den RBS-Doppelspurausbau ohnehin nötige Baupiste soll als Veloweg ausgebaut werden.

 

Der Bedarf an einer sicheren, raschen und leistungsfähigen Veloverbindung ist im Sachplan Veloverkehr des Kantons ausgewiesen, denn immer mehr Arbeitspendelnde und Freizeitsportler sind auf diesem Abschnitt mit dem Velo unterwegs. Ein möglichst durchgehend asphaltierter Veloweg zwischen Jegenstorf und Bätterkinden: Dies ist die Absicht der beiden Regionalkonferenzen Bern-Mittelland (RKBM) und Emmental, welche in den vergangenen drei Jahren zusammen mit den Gemeinden Jegenstorf, Fraubrunnen, Bätterkinden, dem RBS und dem Tiefbauamt des Kantons Bern (TBA) eine Planungsstudie durchgeführt haben.

Eine bereits realisierte kantonale Velohauptverbindung zwischen Madiswil und Lotzwil südlich von Langenthal. So oder ähnlich wird auch die Alltagsveloroute zwischen Jegenstorf und Bätterkinden aussehen.

Bild vergrössern Eine bereits realisierte kantonale Velohauptverbindung zwischen Madiswil und Lotzwil südlich von Langenthal. So oder ähnlich wird auch die Alltagsveloroute zwischen Jegenstorf und Bätterkinden aussehen.

 

Diverse Varianten vorgeschlagen

Zur Diskussion gestellt wurden in der Studie verschiedene Varianten: Ein Veloweg entlang der Kantonsstrasse, entlang teilweise bestehender Feldwege oder entlang der Bahnlinie RBS. Diese Variante drängte sich deshalb auf, weil der RBS die Bahnlinie ohnehin auf Doppelspur ausbauen will und deshalb Baupisten entlang des Trassees erstellen muss. Könnten diese Baupisten danach übernommen und in einen Veloweg umgewandelt werden? Obwohl der RBS mit seinem Bauprojekt weit fortgeschritten war und die planrechtlichen Verfahren schon in Gang gesetzt hatte, wurde die Idee von den Verantwortlichen positiv aufgenommen. Mit Unterstützung eines externen Partners haben sich die Gemeinden, der RBS und das TBA schliesslich an die koordinationsintensive Planung der Alltagsveloroute gemacht.

Gute Lösung

Durch die Linienführung entlang des RBS-Trassees werden die Bedürfnisse von Schülerinnen und Schülern sowie von Arbeitspendlern berücksichtigt, die zunehmend auf E-Bikes unterwegs sind. Weil zwischen Grafenried und Fraubrunnen sowie nördlich von Bätterkinden im Siedlungsgebiet aus Platzgründen kein Velotrassee entlang den Gleisen realisierbar ist, empfiehlt der Schlussbericht, die Velos hier entlang der Kantonsstrasse zu führen. Dort ist für sie bereits ein gutes Angebot vorhanden – oder ein solches wird demnächst realisiert.

Natürlich bedeutet der Bau eines Velowegs entlang des Bahntrassees mehr als nur die Asphaltierung der Baupiste. Es braucht einen Zaun, Bepflanzung und Ersatzaufforstungen sind notwendig. Ob und auf welchen Strecken er beleuchtet wird, ist zurzeit noch eine offene Frage. Zwischen Büren zum Hof und Schalunen muss zudem ein Wanderweg verlegt werden, weil das Velotrassee asphaltiert sein wird.

Was kostet es und wer bezahlt?

Die Kosten des Projekts werden auf etwas mehr als zwei Millionen Franken veranschlagt. Finanziert wird das Projekt abschnittsweise von jeder der drei Gemeinden. Da die Alltagsveloroute als Massnahme im Agglomerationsprogramm enthalten ist, wird sich der Bund an den Kosten von Jegenstorf und Fraubrunnen beteiligen, weil diese Gemeinden zur Agglomeration Bern gehören. Das TBA wird das Vorhaben gestützt auf das Strassengesetz ebenfalls stark unterstützen. Für die Gemeinden verbleiben schliesslich Restkosten in der Grössenordnung von 25 Prozent. Einzig für Bätterkinden wird der Restkostenanteil etwas höher ausfallen, da die Gemeinde nicht von Bundesgeldern profitieren kann.

Zeitlich orientiert sich das Projekt an den Terminen für den Doppelspurausbau. Der RBS rechnet damit, im Sommer 2019 mit dem Ausbau beginnen zu können und die Arbeiten Ende 2020 abzuschliessen. Ob die Alltagsveloroute mit dem RBS-Projekt Schritt halten kann, wird nicht zuletzt von den Volksabstimmungen abhängen, die in den drei Standortgemeinden für deren Finanzierungsanteil noch nötig sein werden.

Die ersten Konzeptskizzen vom zuständigen Ingenieurbüro wurden farbig und von Hand ausgeführt.

Bild vergrössern Die ersten Konzeptskizzen vom zuständigen Ingenieurbüro wurden farbig und von Hand ausgeführt.

Den RBS-Doppelspurausbau wollen die Gemeinden nutzen und den Veloweg dort, wo möglich, auf die dafür entstehenden Baupisten legen. Hier ein bestehender Flurweg neben dem RBS-Trassee.

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Zwischen Jegenstorf und Grafenried soll die Alltagsveloroute mehrheitlich entlang der Bahnlinien geführt werden.

Bild vergrössern Zwischen Jegenstorf und Grafenried soll die Alltagsveloroute mehrheitlich entlang der Bahnlinien geführt werden.

Zwischen Grafenried und Fraubrunnen wird eine Führung des Veloweges entlang der Kantonsstrasse empfohlen.

Bild vergrössern Zwischen Grafenried und Fraubrunnen wird eine Führung des Veloweges entlang der Kantonsstrasse empfohlen.


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