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Ortsdurchfahrt Orpund wird aufgewertet

Infolge der Autobahnumfahrung Biel Ostast müssen verkehrlich flankierende Massnahmen für die betroffenen Gemeinden umgesetzt werden – so auch in Orpund. Mit Minikreiseln soll der Verkehr flüssig gehalten werden, Mittelinseln das Queren der Strasse sicherer machen und ein Mittelstreifen das Abbiegen erleichtern. All das braucht mehr Platz, die Strasse muss verbreitert werden. Kein leichtes Unterfangen, wenn so viele Liegenschaften betroffen sind wie in Orpund.

 

«Wir haben mit den Besitzern von 54 Liegenschaften verhandelt. Für ein Projekt dieser Grössenordnung ist das eher selten und war recht aufwändig», berichtet TBA-Projektleiter Remo Berger. Doch man wurde sich einig, der Kanton konnte das benötigte Land erwerben. Nur ein Vorhaben ist umstritten – der Minikreisel an der Kreuzung Hauptstrasse/Brüggstrasse. «Wir mussten ihn aus dem Projekt lösen, da eine Einsprache noch verhandelt wird», erklärt Berger. Das Verwaltungsgericht hat jüngst zugunsten des Kantons entschieden. Doch ob der Einsprecher das Urteil auch akzeptiert, ist noch offen. «Erhalten wir von allen Seiten grünes Licht, beginnen wir im Sommer mit dem Bau des zweiten Kreisels und sind im Herbst dieses Jahres mit der Aufwertung der Ortsdurchfahrt Orpund fertig», sagt Berger.

Neu für Bern – Kreisel mit Waschbeton

Der bereits realisierte Minikreisel an der Kreuzung Hauptstrasse/Gottstattstrasse bedeutet ein Novum für den Kanton. «Es ist der erste Waschbetonkreisel auf einer Berner Hauptstrasse. Und ich weiss von keiner Gemeinde oder Stadt, auf deren Gebiet bereits ein solcher gebaut wurde», meint Berger. Der Belag wird in zwei Schichten aufgetragen: zuerst Beton wie bei herkömmlichen Kreiseln, dann gebrochener Kies. Diese Schicht wird glatt abgezogen und der Zement abgewaschen. Dadurch wird die Oberfläche rau und griffiger und mindert zudem den Lärm. Betonkreisel sind im Unterhalt langfristig wesentlich kostengünstiger als Belagskreisel.

Einbau Waschbetonkreisel: Die oberste Zementschicht wird durch Abwaschen entfernt.

Bild vergrössern Einbau Waschbetonkreisel: Die oberste Zementschicht wird durch Abwaschen entfernt.

Bereits in Betrieb: Minikreisel an der Kreuzung Hauptstrasse/Gottstattstrasse.

Bild vergrössern Bereits in Betrieb: Minikreisel an der Kreuzung Hauptstrasse/Gottstattstrasse.

Langsamer, sicherer und ruhiger

Orpund hat mit der Realisierung der Ostumfahrung Biel einen Vollanschluss an die A5 erhalten. Biel ist etwas näher gerückt, dafür muss mit Mehrverkehr gerechnet werden. «Das Verkehrstempo soll reduziert und die Sicherheit für alle Verkehrsteilnehmenden verbessert werden», betont Remo Berger. So hält der Bus nun nicht mehr in Buchten, sondern auf der Strasse, im Dorfzentrum wird das Trottoir ergänzt und jeder Fussgängerstreifen erhält eine Mittelinsel. Zudem dienen Mehrzweckstreifen als Abbiegehilfen für Velos und den motorisierten Verkehr. Auch der Lärmbelastung wird Rechnung getragen, führt Berger aus: «Rund 100 Liegenschaften an der Gottstattstrasse haben neue Fenster erhalten, neun Lärmschutzwände wurden gebaut und auf der gesamten Länge der Ortsdurchfahrt wird der alte Deckbelag durch einen lärmmindernden ersetzt.»

 
Hatte gefehlt: Im Dorfzentrum wird das Trottoir auf einer Länge von 460 Metern ergänzt.

Bild vergrössern Hatte gefehlt: Im Dorfzentrum wird das Trottoir auf einer Länge von 460 Metern ergänzt.

Die Sanierung der Ortsdurchfahrt Orpund ist Teil der verkehrsflankierenden Massnahmen als Folge der Ostumfahrung Biel und kostet 5,15 Millionen Franken.


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