Suchbereich

Stichwörter von A bis Z

Navigation




Orvin – Kantonsstrasse weiterentwickeln

Ortsdurchfahrten mit historisch begründeten engen Platzverhältnissen reagieren auf den Strassenverkehr des 21. Jahrhunderts äusserst sensibel. So auch in Orvin, einem Dorf im Berner Jura, dessen Ortsbild historisch geschützt ist. Um den zunehmenden Pendler- und Touristikverkehr für die Anwohnenden verträglicher zu gestalten, realisiert das Tiefbauamt ab 2020 ein Umgestaltungsprojekt, das unter anderem eine Begegnungszone im Dorfzentrum und eine Fussgängerführung für mehr Sicherheit vorsieht.

 

Während früher in Orvin noch Kinder auf der Strasse spielten, ist die Ortsdurchfahrt heute werktags von Pendlerverkehr belastet und am Wochenende vom Ausflugsverkehr in Richtung «Plateau de Diesse» und «Les Prés-d’Orvin». Das Verkehrsaufkommen ist im kantonalen Vergleich zwar nicht übermässig hoch, aber der Strassenraum ist in Orvin so beengt wie kaum an einem anderen Ort. Zudem ist Orvin ein ausgesprochen lang gezogenes Strassendorf. Sobald grosse Fahrzeuge kreuzen müssen, wird dies schnell zum Problem. Ausweichmanöver gefährden mitunter Velofahrende und Zufussgehende. Dabei kommt es immer wieder vor, dass Fahrzeuge auf Privatboden ausweichen müssen.

Gründe für eine umfassende Sanierung der Ortsdurchfahrt sind auch fortgeschrittene Belagsschäden und das Fehlen von Gehwegen.

Die Bürger von Orvin möchten wieder gefahrloser über die Strasse gehen können.

Bild vergrössern Die Bürger von Orvin möchten wieder gefahrloser über die Strasse gehen können.

Der Wille der Gemeinde

Eine Petition im Jahr 2014 gegen den Missbrauch von privatem Boden gab den Ausschlag, dass sich die Gemeinde mit der Verkehrsproblematik zu befassen begann.
Zusammen mit dem Tiefbauamt konnte man sich auf ein Lösungskonzept einigen, das im Sommer 2019 zur öffentlichen Mitwirkung aufgelegt werden soll. Das Konzept sieht unter anderem ein Verkehrsregime mit Begegnungszone im Dorfzentrum vor, was zusätzlichen Spielraum zur Einhaltung der Normen gibt. Das TBA und die Gemeinde versuchen mit dem Projekt auch angrenzende, private Gebäude zu schützen, die teilweise unter Heimatschutz und Denkmalpflege stehen.

Ein wichtiges Kriterium bei der Sanierung sind die Fusswegverläufe, die sogenannten «cheminements piétonniers». Diese sind in Orvin intensiv studiert worden, weil die Fusswege nur teilweise entlang der Kantonsstrasse verlaufen und sonst durch den rückwärtigen Siedlungsraum führen. Dort, wo die Fusswege entlang der Kantonsstrasse verlaufen, braucht es spezielle Lösungen.

In Orvin kann es auf der Kantonsstrasse schnell einmal eng werden.

Bild vergrössern In Orvin kann es auf der Kantonsstrasse schnell einmal eng werden.

Für alle etwas

Cédric Berberat, der TBA-Dienststellenleiter im Berner Jura, betont die herausfordernde Kommunikations- und Koordinationsarbeit während dieser nächsten Phase des Projektes: «Die Umgestaltung der Kantonsstrasse kann nur durchgeführt werden, wenn alle Beteiligten in den Prozess eingebunden werden und ihre Anliegen einbringen können – die Gemeinde selbst, Bürger, Anwohnende der Kantonsstrasse, der öffentliche Verkehr und die touristischen Vertreter der Region.»

Während der Bauzeit muss in Orvin auch der öffentliche Verkehr aufrechterhalten werden.

Bild vergrössern Während der Bauzeit muss in Orvin auch der öffentliche Verkehr aufrechterhalten werden.

Bauen unter Verkehr

Gerade dem öffentlichen Verkehr wird während der Bauzeit besondere Beachtung zu schenken sein. So muss die Busverbindung nach «Les Prés-d’Orvin» aufrechterhalten werden. Und der Umbau der Strasse im engen, historisch geschützten Ort stellt eine weitere Herausforderung dar.


Weitere Informationen

 


Mein Warenkorb ([BASKETITEMCOUNT])

Informationen über diesen Webauftritt

https://www.bve.be.ch/bve/de/index/direktion/organisation/tba/TBA_update/TBA-Newsletter-Maerz-2019/orvin-kantonsstrasse-weiterentwickeln.html