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Per Velo entlang dem «Grünen Band»

Die «Route 66» quer durch Amerika ist der grosse Traum vieler Motorradfans. Die «Route 888» rund um Bern ist es vielleicht schon bald für Velofahrende: Seit Ende März ist diese Veloroute fertig beschildert. Sie führt auf lauschigen, mehrheitlich asphaltierten Wegen und Nebenstrassen rund um die Stadt Bern.


Die Veloroute 888 ist in dem Sinne eine Besonderheit, weil sie im Rahmen eines grösseren Raumentwicklungskonzepts entstanden ist: Das «Grüne Band» will die Gemeinden rund um Bern mit einem attraktiven Landschaftsgürtel vernetzen. Es soll langfristig der Landwirtschaft, dem ökologischen Ausgleich und der Naherholung dienen sowie das Neben- und Miteinander von Landwirtschaft und Naherholung/Freizeit in diesem vorwiegend grünen Gürtel um die Stadt und Agglomeration Bern unterstützen.

Das «Grüne Band» verbindet die städtische mit der ländlichen Bevölkerung durch entsprechende Angebote, Aktivitäten, Projekte, Veranstaltungen und Begegnungen. Die Initiative dazu ging von der Gemeinde Köniz aus. In der Folge wurde die Idee von allen Berner Agglomerationsgemeinden aufgenommen und 2011 im Regionalen Gesamtverkehrs- und Siedlungskonzept verankert.

Attraktiv heisst nicht immer praktikabel

Weil auch das Schliessen von Lücken im Langsamverkehrsnetz ein ausdrückliches Ziel des «Grünen Bandes» ist, kam das Tiefbauamt und mit ihm Fredi Stettler, der Verantwortliche für die Signalisation der Velorouten ins Spiel. Er setzte sich mit den betroffenen Gemeinden zusammen und suchte nach Lösungen, eine attraktive regionale Veloroute ins «Grüne Band» zu legen. Mit dem Resultat ist er zufrieden: «Es ist eine landschaftlich sehr attraktive Route entstanden.» Allerdings waren Lösungen nicht immer ganz einfach zu finden, wie Stettler durchblicken lässt. «Die für Velofahrende attraktivste Routenführung ist nicht immer auch die praktikabelste.» So musste die Idee, den Weg von der Wolei- bis zur Neubrücke entlang der Aare zu führen, aufgegeben werden: «Die Route führt nun über die Anhöhen von Uettligen und Ortschwaben – landschaftlich auch sehr schön und mit atemberaubender Alpensicht», wie Stettler beteuert.

Seit Ende März vollständig beschildert

Die Veloroute 888 beginnt beim Flughafen Belpmoos und geht via Kehrsatz, Köniz, Niederwangen, Riedbach und Frauenkappelen bis an den Wohlensee. Dieser südliche Teil der Route 888 ist bereits seit 2016 in Betrieb. Ende März wurde nun auch der nördliche Abschnitt fertig beschildert. Er führt von Wohlen über einsame Nebenstrassen nach Niederlindach und Zollikofen. Von dort geht's am Fusse des Grauholzes via Ittigen und Bolligen durch das Gümligentäli wieder in Richtung Aare zurück zum Startpunkt. Die Route ist gut integriert in das bestehende Routennetz und ermöglicht, an verschiedenen Bahnhöfen auf die S-Bahn umzusteigen. Damit niemand die Orientierung verliert, ist die Route gut ausgeschildert. Entlang der ganzen Strecke wurden insgesamt 200 rote Velowegweiser montiert.

Rund um Bern radeln macht rundum zufrieden

Wer die Veloroute 888 als Tagesausflug plant, braucht Saft in den Beinen: Sie ist 59 Kilometer lang (8 km auf Naturbelag) und geht 950 Meter auf- und abwärts. Aber die Mühen lohnen sich, denn rund um Bern radeln macht rundum zufrieden.

Die Veloroute 888 (rot gepunktet) führt rund um die Stadt Bern.

Bild vergrössern Die Veloroute 888 (rot gepunktet) führt rund um die Stadt Bern.

Insgesamt 200 Veloschilder weisen den Velotouristen den Weg.

Bild vergrössern Insgesamt 200 Veloschilder weisen den Velotouristen den Weg.

Ein Bauwerk von besonderer Ästhetik: Die Wolei-Brücke am Wohlensee

Bild vergrössern Ein Bauwerk von besonderer Ästhetik: Die Wolei-Brücke am Wohlensee

Die Route führt auf ländlichen Pfaden rund um die Bundeshauptstadt.

Bild vergrössern Die Route führt auf ländlichen Pfaden rund um die Bundeshauptstadt.


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