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Laupen nimmt Jahrhundertprojekt in Angriff

Laupen hat viel vor in den nächsten Jahren: Das Städtchen an der Grenze zum Kanton Freiburg soll besser vor Hochwasser geschützt, die Ortsdurchfahrt saniert, die Sensebrücke ersetzt und der Bahnhof verschoben und ausgebaut werden. Der Kanton als Strasseneigentümer ist für die Sanierung der Strasse und den Neubau der Sensebrücke zuständig. Diese Bauarbeiten beginnen im Sommer 2022 und dauern bis im Herbst 2026.

 

Einsprachen gegen das Grossprojekt «LaUP!en - Verkehrssanierung und städtebauliche Entwicklung Laupen» haben den Baustart verzögert. Nun sind alle Beschwerden vom Tisch und seit Juni 2020 ist das erste Teilprojekt der Verkehrssanierung – der neue Bahnhof «Halde» – im Bau. Dieser kann voraussichtlich am 5. April 2021 in Betrieb genommen werden. Nachdem der Regierungsrat des Kantons Bern Ende September einen Kredit von rund 26 Millionen Franken bewilligt hat, läuft nun auch die Ausführungsplanung für den Strassenbauteil des Gesamtprojekts. Projektleiter Hansjörg Fischer vom Oberingenieurkreis II freut sich: «Dieses Vorhaben beschäftigt mich seit 15 Jahren. Die ersten Pläne scheiterten jedoch an der Mitwirkung. Das heutige Projekt wurde mit einem Studienauftrag 2010 gestartet. Nun ist es endlich so weit. Die Detailplanung läuft und in knapp zwei Jahren starten wir mit den Bauarbeiten.»

Temporegime und Kreisel

Der historische Ortskern von Laupen, besonders die Neuengasse, ist nicht auf den stetig wachsenden Verkehr ausgelegt. Die Verkehrsmenge, die sich täglich durch das Stedtli wälzt, verstopft die Strassen und der Bahnübergang der Sensetalbahn verschärft die Situation zusätzlich. Dank der Verschiebung des Bahnhofs kann nun beim Strassenknoten mit der Abzweigung nach Bösingen ein überfahrbarer Minikreisel erstellt werden. Der motorisierte Verkehr kann einfacher abbiegen und die Kantonsstrasse aus Richtung Bösingen wird hinsichtlich der heutigen Vortrittsregelung aufgewertet. Zudem soll die geplante 30er-Zone zwischen der Liegenschaft Villa Freiburghaus und dem Bärenplatz den Verkehr flüssiger machen und den Zufussgehenden mehr Sicherheit bieten.

Jedem Haus seine eigene Pflästerung

Im Zuge der Erneuerung wird die Fahrbahn im Stedtli von Laupen neu asphaltiert und das Trottoir durchgängig erweitert. Und genau hier liegt eine der Herausforderungen. Der historische Ortskern von Laupen zählt zu den geschützten Ortsbildern von nationaler Bedeutung. «Dies bedingt eine enge Zusammenarbeit mit dem Denkmalschutz und bringt viele Auflagen», erklärt Fischer. Aufwändig werde vor allem die Neugestaltung des Trottoirs: «Die Pflästerung vor jedem Haus hat ihre eigene Geschichte, keine ist gleich wie die andere. Wir müssen jede genau rekonstruieren.»

Neubau Sensebrücke

So wie der Dorfkern ist auch die Sensebrücke im Bauinventar der kantonalen Denkmalpflege als schützenswert eingetragen. Sie genügt aktuell jedoch weder den Anforderungen des Hochwasserschutzes noch der Verkehrssicherheit. Sie wird durch eine neue, breitere Brücke ersetzt. «Auch hier waren die Auflagen des Denkmalschutzes hoch», sagt Fischer. Bis alle Bedingungen erfüllt gewesen seien, habe es mehrere Workshops gebraucht. Schliesslich wurde ein Konsens gefunden und die neue Bogenbrücke besticht durch eine filigrane Fahrbahnplatte mit feinem Randabschluss und garantiert einen optimalen Schutz gegen Hochwasser.

Umfahrungen und Hilfsbrücken

Die Strassen im Stedtli von Laupen sind zu eng, als dass unter Verkehr gearbeitet werden könnte. Auch die Brücke über die Sense wird während der Bauphase fehlen. Provisorische Umfahrungen sorgen deshalb für einen möglichst reibungslosen Ablauf und Verkehrsfluss im Strassenraum, für die Erreichbarkeit der Schule und des Gewerbes. Für den Langsamverkehr wird ein provisorischer Steg über die Sense gebaut. Eine weitere Hilfsbrücke dient dem motorisierten Verkehr.

Bauzeit und Kosten

Läuft alles nach Plan, kann mit der Strassensanierung und dem Bau der neuen Sensebrücke im Sommer 2022 gestartet werden. Die Projektleitung rechnet damit, dass die Arbeiten bis Ende Herbst 2026 beendet sind. Das Gesamtprojekt «LaUP!en - Verkehrssanierung und städtebauliche Entwicklung Laupen» ist auf 67 Millionen Franken budgetiert, das Teilprojekt des Kantons auf 25,6 Millionen.

Weitere Informationen: www.in-zukunft-laupen.ch

Künftig mehr Lebensqualität im Stedtli: Neuengasse mit Platz und Achetringele-Brunnen.

Bild vergrössern Künftig mehr Lebensqualität im Stedtli: Neuengasse mit Platz und Achetringele-Brunnen.

Neue Sensebrücke bei Nacht: LED-Beleuchtung im Handlauf.

Bild vergrössern Neue Sensebrücke bei Nacht: LED-Beleuchtung im Handlauf.


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