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Birs: Revitalisiert und aufgewertet

In Bévilard (Gemeinde Valbirse) floss die Birs bis 2017 durch einen Kanal von 230 Metern Länge unter dem Industriegebäude von Schäublin SA durch, was immer wieder zu Überschwemmungen führte. Erst nach Abriss der stillgelegten Maschinenfabrik konnte man über das grosse Gemeindeareal verfügen und der Birs mehr Raum einräumen. Die Gemeinde übernahm die Bauherrschaft, ein Immobilien-Unternehmen schaffte neuen Wohnraum und das TBA leitete das Wasserbauverfahren. 

 

Die Birs entspringt in Tavannes und fliesst über Moutier, Delémont durchs Baselland nach Basel in den Rhein. Auf ihrem Weg kommt sie in Bévilard (Gemeinde Valbirse) vorbei, wo sie jahrzehntelang unter der Maschinenfabrik von Schäublin SA durch einen 230 Meter langen Kanal durchgeschleust wurde. Dieser hatte die Kapazität, die das Wasser bei Hochstand erreichen konnte, bei weitem nicht, was in der Gemeinde zu Überschwemmungen führte. Dabei entstanden mitunter erhebliche Gebäude- und Infrastrukturschäden. Das Gebiet befand sich in einer mittleren Gefahrenzone.

Die Revitalisierung der Birs in Bévilard ermöglicht die Schaffung attraktiven Wohnraums.

Bild vergrössern Die Revitalisierung der Birs in Bévilard ermöglicht die Schaffung attraktiven Wohnraums.

Erst als klar war, dass das stillgelegte Fabrikgebäude von Schäublin SA abgerissen wurde, konnte die Gemeinde in Aktion treten – mit Hochwasserschutz und Revitalisierung. Dazu erläutert der zuständige Projektleiter Pierre Mosimann vom Oberingenieurkreis III die Ziele: «Es ging in erster Linie darum, das Gebiet von der Überschwemmungsgefahr zu befreien. Dies geschah, indem wir dem Lauf der Birs Platz verschafften.» Zudem galt es, das Erholungspotenzial der Umgebung sichtbar zu machen. Da der Boden von den Emissionen der Maschinenfabrik erheblich kontaminiert war, musste man zuerst dessen Qualität wiederherstellen, also abtragen und reinigen – mit entsprechenden Kostenfolgen.

Hochwasserschutz und Lebenswert

Die Ufer der Birs wurden in Bévilard abgeflacht und dynamisiert. Einheimische Pflanzen, die sich für Flussböschungen besonders gut eignen, werden bald schon für mehr Artenvielfalt von Fauna und Flora sorgen. «Die Fische dürfte es besonders freuen», meint Pierre Mosimann schmunzelnd. Denn ohne Kanal können sie nun ungehemmt schwimmen und haben keine Unterbrechung mehr im Flusslauf. Da die landschaftlichen Defizite erheblich waren, legt man grossen Wert auf den Wiederaufbau einer intakten und lebenswerten Umgebung. Diese entsteht auch mit dem Wachstum der Pflanzen und Bäume. Das Flussbett der Birs musste innerhalb des Projektperimeters neu geschaffen werden.

Ausgedohlt und revitalisiert – frische Birs erfreut Mensch, Tier und Pflanze.

Bild vergrössern Ausgedohlt und revitalisiert – frische Birs erfreut Mensch, Tier und Pflanze.

Wohnpark am Ufer der Birs

Espace Birse heisst der neue Wohnpark für Jung und Alt in Bévilard. Bereits wurde ein guter Teil dieser attraktiven Mietwohnungen in vorerst zwei neuen Gebäuden realisiert. Für Pierre Mosimann liegen die Mehrwerte auf der Hand: «Ich sehe diese sowohl in der optimierten Terrainnutzung als auch im ökologischen Gewinn für das Gewässer.»

Die Wohnungen sind sehr gut gelegen, in unmittelbarer Nähe zu Einkaufsmöglichkeiten, Schulen, zum Autobahnanschluss und Bahnhof Malleray-Bévilard. Das Gebiet könnte sich zu einem bedeutenden Erholungsort im Zentrum der Gemeinde Valbirse entwickeln.

Neues Profil der Birs mit Terrasse, Kleinbett und Vielfalt im Fluss.

Bild vergrössern Neues Profil der Birs mit Terrasse, Kleinbett und Vielfalt im Fluss.

Meilensteine

Gesamtkosten 2,4 Mio. Franken
Baustart 2017
Ende Bauarbeiten 2018

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Informationen über diesen Webauftritt

https://www.bve.be.ch/bve/de/index/direktion/organisation/tba/TBA_update/TBA-Newsletter-Dezember-2019/birs-revitalisiert-und-aufgewertet.html