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Grundwasserschutz

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Bild vergrössern Elemente des planerischen Grundwasserschutzes (BAFU)

Planerischer Grundwasserschutz

In Bezug auf das Grundwasser gelten in der ganzen Schweiz die allgemeine Sorgfaltspflicht, das Verunreinigungsverbot und das Gebot zur quantitativen Erhaltung der Grundwasservorkommen. Ziel dieses flächendeckenden Grundwasserschutzes ist es, die Grundwasservorkommen in ihrer Gesamtheit zu erhalten.

Darüber hinaus sind die Kantone verpflichtet, die besonders gefährdeten Bereiche (Au, Ao, Zu, Zo) zu bezeichnen, die Grundwasserschutzzonen und -areale (Zonen S) auszuscheiden und diese in der Gewässerschutzkarte darzustellen.

Rund 700 Grundwasserschutzzonen sorgen für den Schutz der bernischen Trinkwasserfassungen. Grundwasserschutzzonen (Zonen S1, S2, S3, Sh und Sm) sollen den Schutz genutzter Grund- und Quellwasserfassungen, die im öffentlichen Interesse liegen, gewährleisten.

Grundwasserschutzzonen sind für die Grundeigentümerinnen und Grundeigentümer verbindlich. Die Gewässerschutzkarte gibt Ihnen einen Überblick über die Grundwasserschutzzonen im Kanton Bern. Die von einer Schutzzone betroffenen Grundstücke sind auch im Kataster der öffentlich-rechtlichen Eigentumsbeschränkungen (ÖREB) aufgeführt. 

Für Bau- und Grabungsarbeiten in Grundwasserschutzzonen ist in jedem Fall eine Gewässerschutzbewilligung des Amtes für Wasser und Abfall (AWA) erforderlich.

Gewässerschutzkarte

Die Gewässerschutzkarte ist ein wichtiges Planungsinstrument, welches erlaubt, allfällige Konflikte mit dem Grundwasserschutz frühzeitig zu erkennen und gegebenenfalls Schutzmassnahmen vorzusehen.

Die Gewässerschutzkarte zeigt:

  • Grundwasserschutzzonen (Zonen S1, S2, S3, Sh und Sm): Sie schützen die im öffentlichen Interesse liegenden Trinkwasserfassungen.
  • Grundwasserschutzareale (Zonen SA1, SA2 und SA3): Gebiete, in welchen der Schutz des Grundwassers im Hinblick auf eine zukünftige Trinkwassergewinnung vorsorglich sichergestellt wird.
  • Zuströmbereiche Zu: Sie bezwecken den Schutz der Wasserqualität von öffentlichen Trinkwasserfassungen, wenn das Grundwasser durch Stoffe verunreinigt ist, die nicht genügend abgebaut oder zurückgehalten werden (z.B. Nitrat und Pflanzenschutzmittel) oder wenn die Gefahr einer solchen Verunreinigung besteht.
  • Gewässerschutzbereiche Au und Ao: Der Bereich Au umfasst die nutzbaren Grundwasservorkommen sowie die zu ihrem Schutz notwendigen Randgebiete. Der Bereich Ao umfasst das oberirdische Gewässer und dessen Uferbereiche, soweit dies zur Gewährleistung einer besonderen Nutzung erforderlich ist (z.B. Trinkwassergewinnung aus Oberflächengewässern). 
  • Die übrigen Bereiche üB umfassen den Rest des Kantonsgebietes. Die Gewässerschutzkarte enthält auch die Standorte der Grund- und Quellwasserfassungen der öffentlichen Wasserversorgungen sowie weitere Trinkwasserfassungen von öffentlicher Bedeutung und eine Auswahl privat genutzter Fassungen.

Ausscheidung von Grundwasserschutzzonen

Die Ausscheidung von rechtskonformen Grundwasserschutzzonen ist Aufgabe der Gemeinden, resp. der zuständigen Wasserversorgung. Sie tragen letztlich auch die Verantwortung für das von ihnen abgegebene Lebensmittel Trinkwasser.

Der Leitfaden Grundwasserschutzzonen (PDF, 575 KB, 12 Seiten) informiert über den Ablauf einer Schutzzonenausscheidung. Das AWA stellt ein Muster-Schutzzonenreglement zur Verfügung: Word (DOC, 3 MB, 31 Seiten) / PDF (PDF, 235 KB, 31 Seiten)

Es empfiehlt sich, das AWA frühzeitig zu informieren, wenn eine Schutzzone neu ausgeschieden oder eine bestehende überarbeitet werden soll.

Die Dokumentation einer Grundwasserschutzzone beinhaltet:

  • den Schutzzonenplan
  • das Schutzzonenreglement, welches die Nutzungs- und Schutzbestimmungen festlegt
  • den hydrogeologischen Fachbericht
  • den Genehmigungsbeschluss

Zuständige Fachpersonen

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