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Landumlegung im Baugebiet

Der haushälterische Umgang mit dem Boden ist erklärtes Ziel der Raumplanung. Das heisst unter anderem, dass die sich in Bauzonen befindlichen Grundstücke ihrer Bestimmung zuzuführen sind. Falls ungünstige Parzellenformen dies aber nicht ohne weiteres erlauben, soll diesem Mangel mit geeigneten bodenrechtlichen Massnahmen begegnet werden. So sieht dies auch Art. 15a des Bundesgesetzes über die Raumplanung ausdrücklich vor.

Der Kanton Bern verfügt mit seinem Baugesetz (BauG) und dem Baulandumlegungsdekret (BUD) über die gesetzlichen Instrumente zur Umsetzung der geforderten bodenrechtlichen Massnahmen. Dabei können je nach dem folgende Verfahren zur Anwendung gelangen:

  • Baulandumlegung
  • Grenzregulierung
  • Ablösung oder Verlegung von Dienstbarkeiten

Neben der eigentlichen Korrektur ungünstiger Grundstücksverhältnisse gibt es weitere Gründe, welche die Durchführung einer Baulandumlegung auslösen können. Das Baugesetz sieht explizit vor:

  • wenn es die Nutzungspläne erfordern,
  • zur Altstadt- oder Quartiersanierung,
  • für den Landerwerb im Strassenbau.

In der Praxis können sich die hier aufgezählten Gründe durchaus überschneiden. Die Baulandumlegung ist aber insbesondere auch das zielführende Verfahren, um das für den Bau von Erschliessungsanlagen benötigte Land sicherzustellen. Dieses wird elegant über einen allgemeinen Landabzug an den alten Grundstücken ausgeschieden. Damit erfolgt eine transparente und gerechte Verteilung der Belastung auf alle beteiligten Eigentümer.

So oder so ist die Baulandumlegung ein zentrales Realisierungsinstrument für die Raumplanung. Es ist deshalb äusserst wichtig, dass beide Instrumente koordiniert ablaufen und beispielsweise eine Überbauungsordnung und die entsprechende Baulandumlegung parallel erarbeitet werden.

Im Fallbeispiel Baulandumlegung (PDF, 128 KB, 1 Seite) sind Ausgangslage und Lösungsansatz für eine Baulandumlegung modellhaft dargestellt.

Das Fallbeispiel Grenzregulierung (PDF, 152 KB, 1 Seite) zeigt auf, dass kleinere Grenzkorrekturen nötigenfalls auch ohne Zustimmung der Grundeigentümer vollzogen werden können.

Zuständige Stelle

Der Regierungsrat übt über die kantonale Bau-, Verkehrs- und Energiedirektion (BVE) die Oberaufsicht über die Baulandumlegung, die Grenzregulierung und die Ablösung von Dienstbarkeiten aus. Zuständiges Amt in der BVE ist das Amt für Geoinformation (AGI).


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Informationen über diesen Webauftritt

http://www.bve.be.ch/bve/de/index/vermessung/vermessung/landumlegungen/baugebiet.html