Umsetzung des «Berner Modells» in der Praxis
•Beispiel Murtenstrasse in Bern-Brünnen
•Beispiel Kalchackerstrasse in Bremgarten b. Bern
•Beispiel Schwarzenburgstrasse in Köniz
•Beispiel Ortsdurchfahrt Vehweid/Belp
•Beispiel Seftigenstrasse in Wabern
•Beispiel Bernstrasse in Zollikofen
Beispiel Murtenstrasse in Bern-Brünnen
Mit dem neuen Stadtteil Brünnen erfährt Bern im Westen eine wichtige Stadterweiterung. Die Murtenstrasse, früher eine rein verkehrsorientierte Zufahrtsachse zur Stadt, grenzt nicht mehr ans Grüne sondern ist zum Bindeglied zwischen den alten Grossüberbauungen Gäbelbach und Holenacker und dem neuen Stadtteil Brünnen geworden. Zentrales Scharnier ist der dreieckige Ansermetplatz, der von Verkehr im Einbahnsystem umflossen wird. Die Strasse wird dadurch zu einer einfach zu querenden Nebensache. Hauptsache ist der Platz. Grosszügige Dimensionen, sorgfältige Gestaltung und ein hohes Mass an Sicherheit im öffentlichen Raum: Diese städtebaulichen Qualitäten sind in Bern West Pflicht.
Ausführliche Angaben und Eckdaten zu diesem Praxisbeispiel finden Sie im

Bild vergrössern (Öffnet ein neues Fenster) Ansermetplatz: Der Verkehr der Murtenstrasse umströmt den dreieckigen Platz im Einbahnsystem.
Beispiel Kalchackerstrasse in Bremgarten b. Bern
Schwach befahrene Kantonsstrassen wie die Kalchackerstrasse in Bremgarten BE sind in vielen Ortskernen anzutreffen. Das Schulhaus und das Altersheim in direkter Nachbarschaft waren Grund genug, die Kantonsstrasse auf einer Länge von 140 Metern in eine Begegnungszone zu verwandeln – der ersten ihrer Art im Kanton Bern. Dank sorgfältiger Gestaltung funktioniert sie bestens und wird von den Verkehrsteilnehmenden und Zufussgehenden akzeptiert. Am meisten profitieren die Schulkinder.
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Bild vergrössern (Öffnet ein neues Fenster) Einfahrt in die Begegnungszone.
Beispiel Schwarzenburgstrasse in Köniz
Köniz ist eine Vorortsgemeinde von Bern mit rund 38‘000 Einwohnerinnen und Einwohnern. Das Freiwerden des Werkhofareals an zentralster Lage bot die Gelegenheit zu einer umfassende Zentrumsumgestaltung mit neuem Gemeindehaus und Einkaufszentrum. Mehr Nutzung bedeutet mehr Verkehr. Um diesen zu bewältigen, wurde die stark verkehrsbelastete Schwarzenburgstrasse umgestaltet und der Verkehr neu organisiert. In den Spitzenstunden steht zudem mit der Sägestrasse eine zweite Achse zur Verfügung. Teil der Lösung ist auch eine neue Verkehrskultur: Köniz ist eines der ersten Ortszentren mit Tempo 30 auf der stark befahrenen Hauptstrasse im eigentlichen Kernbereich. Die Fussgängerinnen und Fussgänger queren die Strasse flächig und nutzen dazu die Mittelzone. Fussgängerstreifen sind keine markiert, Koexistenz ist in Köniz Alltag. Die durchgeführte Wirkungskontrolle zeigt ein positives Bild.
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Bild vergrössern (Öffnet ein neues Fenster) Die Fussgängerquerungen sollen die Sogwirkung der Strasse brechen und dank der neuen Schutzinseln die Querung erleichtern.
Beispiel Ortsdurchfahrt Vehweid/Belp
Die Kantonsstrasse durch das Dorfzentrum von Belp und den Weiler Vehweid bietet eine attraktive Verbindung zwischen dem südlichen Bern und dem Autobahnanschluss Rubigen. Die Verkehrsbelastung hat sich in den letzten 30 Jahren auf rund 22’000 Fahrzeuge pro Tag verdreifacht. Das Nachsehen hatten die Fussgänger, Velofahrenden und der lokale Verkehr: lange Wartezeiten, hektische Abbiegemanöver, viele Unfälle.
Seit der Umgestaltung der beiden Ortsdurchfahrten, der Schaffung von Mehrzweck-Mittelbereichen und dem Bau der Überführung über die Bahngleise lebt man in Belp und in der Vehweid deutlich besser mit dem Verkehr.
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Bild vergrössern (Öffnet ein neues Fenster) Die Zahl der Einmündungen wurde reduziert und diese im Kreisel Schützen zusammengefasst. Alle Fussgängerstreifen haben eine Mittelinsel erhalten.
Beispiel Seftigenstrasse in Wabern
Die Seftigenstrasse ist das Herzstück Waberns und gleichzeitig die Verbindungsachse vom Gürbetal nach Bern. Ein vielfältiges Ladenangebot mit entsprechendem Fussgänger- und Fahrradaufkommen säumt die Strasse. Die Tramlinie 9 fährt direkt zum Berner Hauptbahnhof, gleichzeitig wird die Strasse von rund 20’000 Fahrzeugen pro Tag befahren. Dass man all dies unter einen Hut bringen kann, zeigt dieses Strassenumgestaltungsprojekt.
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Bild vergrössern (Öffnet ein neues Fenster) Das Tram durchfährt den Kreisel in der Mitte. Ein Rotlicht verhindert während der Durchfahrt Kollisionen mit Fahrzeugen, welche die Tramgleise kreuzen wollen.
Beispiel Bernstrasse in Zollikofen
Die Bernstrasse ist Teil der Hauptstrasse Bern–Zürich. Sie weist mit 20 000 Fahrzeugen pro Tag eine starke Verkehrsbelastung auf. In Zollikofen durchschneidet die Bernstrasse das Ortszentrum. 3- bis 4-stöckige Wohnhäuser, teilweise mit Läden im Erdgeschoss, und die Einmündung wichtiger Quartierstrassen führen zu einem beträchtlichen Querverkehr von Autos, Velos und Fussgängern. Mit dem Umgestaltungsprojekt gelang es, den Verkehr verträglicher abzuwickeln und die Lebensqualität zu steigern.
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Bild vergrössern (Öffnet ein neues Fenster) Bernstrasse in Zollikofen: Ein durchgehender Mittelstreifen dient dem abzweigenden Verkehr zum Einspuren und verringert visuell die Trennwirkung der Strasse.
Beispiel Könizstrasse in Köniz
Die Könizstrasse ist eine Hauptverkehrsachse zwischen Bern und Köniz, die auch als Autobahnzubringer dient. Sie wird teilweise von der Buslinie 17 befahren und weist einen regen Veloverkehr auf. Die Verkehrsbelastung betrug 1990 je nach Abschnitt 14’000 bis 17’000 Fahrzeuge pro Tag. Das Umfeld der Könizstrasse wird hauptsäch-lich durch dreistöckige Mehrfamilienhäuser geprägt. Dank der Umgestaltung hat sich der Verkehr auf der Könizstrasse verlangsamt und verstetigt. Die Sicherheit der FussgängerInnen wurde stark verbessert.
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Bild vergrössern (Öffnet ein neues Fenster) Neuhausplatz in Köniz: Durch den neuen Kreisel ist die Fahrbahn Teil der Platzgestaltung geworden.
Beispiel Radweg Bern/Wankdorf - Zollikofen
Der Radweg Bern Wankdorf – Zollikofen schliesst eine wichtige Lücke im nationalen Radwanderweg Meiringen – Bern – Biel. Er schafft eine attraktive Verbindung zwischen den bevölkerungsstarken Gemeinden im Norden von Bern und den wirtschaftlichen Entwicklungsschwerpunkten Wankdorf und Zollikofen. Der Weg verläuft zwischen der Bahnlinie Bern – Zürich und dem Autobahnabschnitt Grauholz.
Diese Einbettung ist sinnbildlich: Das Velo wird als umweltfreundliches Verkehrsmittel ernst genommen.
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Bild vergrössern (Öffnet ein neues Fenster) Radweg Bern Wankdorf - Zollikofen / Überquerung von Autobahn und Bahngleisen
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