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Berner Wassertag 2017 Die Zukunft der Wasserkraft im Kanton Bern

20. Juni 2017 – Medienmitteilung

Bund und Kanton Bern setzen auf erneuerbare Energien und wollen die Wasserkraft ausbauen. Doch wirtschaftlich hat die Wasserkraft heute einen schweren Stand. Das Potenzial der Wasserkraft im Kanton Bern und die damit verbundenen Chancen und Risiken standen im Zentrum des diesjährigen Berner Wassertags.

Am Dienstag (20.06.2017) haben rund 250 Akteure aus Verwaltung, Politik, Wirtschaft und Wissenschaft die Chancen und Risiken der Wasserkraft im Kanton Bern erörtert. Regierungsrätin Barbara Egger-Jenzer betonte einleitend, dass die Energiewende nur gelingen kann, wenn die Wasserkraft gefestigt und wo immer möglich ausgebaut wird. Der Kanton Bern wolle deshalb bis Ende 2035 die Wasserkraftproduktion um zehn Prozent steigern. Dabei stünden die Grosswasserkraftwerke und die Speicherkraftwerke im Fokus.

Kanton Bern reagiert auf tiefe Strompreise

Besorgt zeigte sich die bernischen Energiedirektorin über die derzeitige Situation auf dem Strommarkt. Der Kanton Bern habe bereits einiges zur Stützung der Wasserkraft unternommen. So habe er den Wasserzins bei allen grossen Anlagen um zehn Prozent gesenkt und die Möglichkeit von Investitionsbeihilfe und Nothilfe geschaffen. Vom Bund forderte Regierungsrätin Egger-Jenzer nachhaltige Rahmenbedingungen für die Wasserkraft und Investitionsbeiträge. Zudem müsse er dafür sorgen, dass Schützer und Nutzer zusammen ausgewogene Lösungen finden.  

Wasserkraftwerke kaum rentabel

Suzanne Thoma, CEO der BKW Gruppe, stellte fest, dass sich die Investitionen in die Wasserkraft zurzeit kaum rentieren würden. Eine Ausnahme sei möglicherweise das Projekt Trift im Oberhasli. Dieses Projekt biete die Chance, die Kapazitäten der bernischen Speicherkraftwerke von 200 auf 285 Millionen Kubikmeter Wasser zu erhöhen, führte der CEO der Kraftwerke Oberhasli, Daniel Fischlin, aus. Christian Dupraz vom Bundesamt für Energie betonte, dass es weitere Massnahmen zur Schaffung nachhaltiger Rahmenbedingungen für die Wasserkraft brauche. Auf Bundesebene stünde dabei eine Neuregelung des Wasserzinsmaximums im Vordergrund. 

Schützen und Nutzen

Der Leiter Umweltprogramm Schweiz des WWF, Ion Karagounis, stellte klar, dass die Umweltverbände nicht a priori gegen eine vermehrte Nutzung der Wasserkraft seien. Im Zentrum stünden allerdings weniger neue Werken als eine Steigerung der Effizienz bei den bestehenden Anlagen. Keinen Platz sieht der WWF für den Bau neuer Kleinwasserkraftwerke. Einen Ausblick in die Zukunft wagte Prof. Rolf Wüsterhagen von der Universität St. Gallen. Er zeigte die Auswirkungen der zahlreichen Solar- und Windkraftwerke in den Nachbarländern auf den Strommarkt und erklärte die Rolle neuer Speichertechnologien.

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