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Fusswegnetz: Unklarheiten ausgeräumt

Der Fussverkehr weist im Hinblick auf eine nachhaltige Mobilitätsentwicklung grosses Potenzial auf. Um dieses auch zu nutzen, bedarf es attraktiver Wege für Zufussgehende. Die aktualisierte Arbeitshilfe «Fusswegnetzplanung» bietet den Gemeinden hierfür eine erste Hilfestellung und räumt letzte Unklarheiten aus.

Auch beim Zufussgehen gilt: Erst mit einem attraktiven Angebot lässt sich das vorhandene Potenzial ausschöpfen. So ist beispielsweise im Alltag nicht immer eine Autofahrt nötig. Über kurze und mittlere Distanzen schaffen gepflegte, direkte und abseits des Verkehrs geführte Fusswege eine natürliche sowie gesunde Alternative. Dies betrifft ebenfalls Schulwege. Gehen die Kinder selbstständig zur Schule, fördert das ihre motorischen sowie sozialen Kompetenzen und unterstützt sie in ihrer Persönlichkeitsentwicklung. Die Fusswegnetzplanung verfolgt nun das Ziel, entsprechend sichere, attraktive, direkte und hindernisfreie Verbindungen festzulegen. Zuständig dafür sind gemäss Artikel 44 des Strassengesetzes (SG) die Gemeinden.

Der Fussverkehr ist ein wichtiges Element der nachhaltigen Mobilitätsentwicklung.

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Nach wie vor grosser Handlungsbedarf

Im Austausch mit dem Amt für Gemeinden und Raumordnung (AGR) hat das TBA festgestellt, dass viele Gemeinden noch über keine Fusswegnetzplanung verfügen. Oftmals aus Angst vor einem übermässigen Zusatzaufwand vernachlässigen v. a. kleinere Gemeinden diese wichtige kommunale Aufgabe. Dem schafft nun die aktualisierte Fassung der Arbeitshilfe «Fusswegnetzplanung» Abhilfe. Sie wurde Anfang Juni 2017 von TBA und AGR gemeinsam publiziert und merzt Irrtümer sowie Unklarheiten aus. Die Gemeinden erhalten mit ihr eine erste Hilfestellung, wie sie die Planung ihrer Fuss- und Wanderwege konkret angehen können. Vertiefte Informationen bietet das entsprechende Handbuch des Bundes.

Die Arbeitshilfe soll dabei helfen, attraktive und direkte Fussverbindungen im ganzen Kanton bereitzustellen.

Bild vergrössern Die Arbeitshilfe soll dabei helfen, attraktive und direkte Fussverbindungen im ganzen Kanton bereitzustellen.

Was ist neu?

Die aktualisierte Arbeitshilfe wartet neben den rechtlichen Grundlagen sowie einer möglichen Herangehensweise mit diversen Neuerungen auf. Erwähnt wird etwa die Möglichkeit, das Fusswegnetz im Zonenplan statt in einem separaten Richtplan festzuhalten. Dies erleichtert v. a. kleinen Gemeinden die Arbeit erheblich. Ferner wird die positive Wirkung einer aktiven Planung des Fusswegnetzes klarer herausgeschält: Gemeinden können darin wichtige Verbindungen bezeichnen und sie damit dem Bundesgesetz über die Fuss- und Wanderwege (FWG) unterstellen, gleichzeitig aber unbedeutende streichen und so aus dem Schutz entlassen. Was viele Gemeinden nicht wissen: Bis zum Inkrafttreten der Pläne gelten sämtliche begehbaren Wege als Bestandteile des Wegnetzes (Artikel 61 Strassenverordnung). Sie sind daher dem FWG unterstellt und müssen alle erhalten werden.

Letzten Juni haben TBA und AGR die aktualisierte Fassung der vierseitigen Arbeitshilfe publiziert.

Letzten Juni haben TBA und AGR die aktualisierte Fassung der vierseitigen Arbeitshilfe publiziert.


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http://www.bve.be.ch/bve/de/index/direktion/organisation/tba/TBA_update/TBA_Newsletter_September_2017/fusswegnetz_unklarheiten_ausgeraeumt.html