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Tunnelsanierung in grossen Höhen

Die Sustenpassstrasse, welche Mitte der 1940er-Jahre gebaut wurde, führt bis zur Passhöhe durch insgesamt 17 Tunnel. Viele dieser Tunnel befinden sich mittlerweile in schlechtem Zustand und müssen saniert werden. Dieses Jahr stehen nun die Arbeiten am Gschletter- und am Wasserfalltunnel an.

Der Ende 1980er-Jahre nachträglich in den Tunnel zwischen Innertkirchen und Susten angebrachte Spritzbeton weist Risse auf, Wasser tropft stellenweise auf die Fahrbahn. Damit die Verkehrsteilnehmenden keine unerwarteten Rutschpartien erleben, werden die Tunnel nun saniert. 2010/11 hat der Oberingenieurkreis Oberland die Bausubstanz sowie die Ausrüstung untersucht und Massnahmen definiert. Diese betreffen prioritär drei Tunnel: den Gschletter-, den Wasserfall- sowie den ersten Bäreggtunnel. Die drei Projekte stehen im Einklang mit dem Richtplan Sustenpassstrasse und wurden 2015 genehmigt. Rund 6,2 Mio. Franken kostet die Sanierung.

Drei der 15 Tunnel oberhalb von Gadmen werden bis im Herbst 2018 prioritär erneuert.

Bild vergrössern Drei der 15 Tunnel oberhalb von Gadmen werden bis im Herbst 2018 prioritär erneuert.

Was geschieht dieses Jahr?

2016 konnte die Bauequipe ihre Arbeit am Susten aufnehmen. Sie startete mit der Felssicherung in den Portalbereichen und nahm dann die Hauptarbeiten am Gschlettertunnel in Angriff. Nach der Winterpause konnte im Mai 2017 der neue Deckbelag eingebaut werden. Seither erfolgen noch kleinere Arbeiten wie Markierungen oder Signalisationen und die Tunnelwände erhalten eine Beschichtung mit hellem Farbanstrich. Zu Beginn der Sommerferien sollten die Arbeiten beendet sein.

Damit die Hauptarbeiten starten können, müssen zuerst die Tunnelportale gesichert sein.

Bild vergrössern Damit die Hauptarbeiten starten können, müssen zuerst die Tunnelportale gesichert sein.

Der Gschlettertunnel hat seine Abdichtung bereits 2016 erhalten.

Bild vergrössern Der Gschlettertunnel hat seine Abdichtung bereits 2016 erhalten.

Im Mai starteten ebenfalls die Hauptarbeiten am Wasserfalltunnel. Die Strasse wird hier leicht abgesenkt und ein provisorischer Belag eingebaut. Auch behebt die Bauequipe Schäden am Tunnelgewölbe. In den kommenden Wochen wird zudem das Tunnelfundament erstellt. Um den Verkehrsfluss möglichst wenig zu beeinträchtigen, fliesst der Verkehr einspurig an der Baustelle vorbei. In der letzten Phase – etwa im August/September – erhält der Tunnel eine Abdichtung sowie den Betoninnenring. Zuletzt kommt der neue Strassenaufbau rein. Abhängig von den Schneeverhältnissen erfolgen diese Arbeiten noch 2017 oder aber nächstes Jahr zusammen mit dem Einbau des neuen Deckbelags.

Herausforderungen einer Passstrasse

Sanierungsprojekte auf einer Passstrasse stellen Planer und Bauequipen vor grosse Herausforderungen. Denn die Arbeiten können nur während den Passöffnungszeiten erfolgen, welche das Wetter vorgibt. Dieses Zeitfenster wird weiter eingeschränkt, weil zunächst die Felspartien bei den Tunnelportalen gereinigt werden müssen. Um den Verkehrsfluss über den Pass zu gewährleisten, bleibt ausserdem stets eine Spur befahrbar. Dies schränkt die bereits engen Platzverhältnisse noch stärker ein.

Enge Verhältnisse: Trotz Bauarbeiten muss der Verkehr den Pass stets erklimmen können.

Bild vergrössern Enge Verhältnisse: Trotz Bauarbeiten muss der Verkehr den Pass stets erklimmen können.


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