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Weniger Sand für mehr Sicherheit

Hochwasserschutz an der Hasliaare in Meiringen: Von März bis Juli 2017 trägt die Bauequipe auf dem sogenannten Vorland zwischen Aare und Hochwasserschutzdamm rund 12‘000 Kubikmeter Sand ab. Dieser hat sich hier über Jahrzehnte hinweg abgelagert. Die Abflusskapazität kann dadurch erhöht und ein 30- bis 50-jährliches Hochwasserereignis bewältigt werden.

Die Hasliaare in Meiringen ist auf beiden Seiten von Schutzdämmen gesäumt. Doch diese vermochten das Hochwasser nicht immer aufzuhalten: Im August 2005 trat der Fluss zwischen Fernheizkraftwerk und Kläranlage an mehreren Stellen über die Dämme und hinterliess Schäden in Millionenhöhe. Am 10. Oktober 2011 überspülte er noch die Dämme im Bereich Junzlen. Tritt die Aare über ihre Ufer, führt sie neben den Wassermassen jeweils auch viel Sand mit. Dieser lagert sich auf dem Vorland im Bereich der Uferbepflanzung – mehrheitlich Erlen – aufgrund der verringerten Fliessgeschwindigkeit ab. Die wachsenden Auflandungen verringerten hier zunehmend das Abflussprofil und schwächten den Aaredamm.

Vorlandabsenkung an der Hasliaare: Rund 12‘000 Kubikmeter Sand müssen weichen (Bild: Flotron AG).

Bild vergrössern Vorlandabsenkung an der Hasliaare: Rund 12‘000 Kubikmeter Sand müssen weichen (Bild: Flotron AG).

Tiefer gelegt, mit Neigung

Um die Hochwassersicherheit zwischen Balmbrücke und ARA Meiringen zu erhöhen, werden im Rahmen des «Instandstellungsprojekts Aaredamm Musterstrecke» nun diverse Massnahmen umgesetzt. Seit letztem März trägt die Bauequipe an beiden Ufern Sandablagerungen ab. Auf diese Weise soll das Vorland auf einer Länge von 790 m bis auf anderthalb Meter über der mittleren Aaresohle abgesenkt werden. Dadurch erhöht sich die Abflusskapazität des bestehenden Gerinnes. Der zum Flusslauf hin geneigte Boden vereinfacht zudem das Abfliessen des Wassers. Die bestehenden alten Dämme bleiben dabei unverändert – sie werden erst im Rahmen des geplanten Wasserbauprojekts «Musterstrecke» in Angriff genommen. Ausserdem erhalten die Pfeiler der Balmbrücke einen Erosionsschutz und die bestehende Uferbepflanzung an der Aareböschung wird teilweise ersetzt sowie mit Büschen ergänzt.

Der Projektperimeter mit den verschiedenen Massnahmen im Überblick (Grafik: Flotron AG).

Bild vergrössern Der Projektperimeter mit den verschiedenen Massnahmen im Überblick (Grafik: Flotron AG).

Die Eckpunkte

Bauherr des Instandstellungsprojekts ist das kantonale Tiefbauamt, wobei weitere Partner tangiert werden. So musste etwa die Swisscom ihre Leitung im linken Aarevorland tiefer legen und die Zentralbahn realisiert parallel zu den Bauarbeiten Schutzmassnahmen entlang ihrer Bahngleise. Auch ein Wanderweg muss für die Zeitdauer der Bauarbeiten weichen. Die Gesamtkosten des Projekts betragen rund 855‘000 Franken, wobei 60 Prozent von Bund und Kanton subventioniert werden. Die restlichen 40 Prozent trägt die Schwellenkorporation Meiringen.
In den Jahren 2013-2015 wurden an der Hasliaare bereits vergleichbare Instandstellungsprojekte ober- und unterhalb des aktuellen Projektperimeters realisiert.

Bei einem Hochwasser – wie hier 2011 – wird das Vorland bis hin zu den Dämmen überflutet (Bild: Flotron AG).

Bild vergrössern Bei einem Hochwasser – wie hier 2011 – wird das Vorland bis hin zu den Dämmen überflutet (Bild: Flotron AG).


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