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Sicher über die Strasse in Hermrigen

2012 hat das TBA sämtliche Fussgängerstreifen auf Berner Kantonsstrassen bezüglich ihrer Sicherheit geprüft. Das Resultat: Bei rund 20 Prozent bestand Handlungsbedarf – so auch bei den vier Querungen in Hermrigen. Um die Zufussgehenden dort besser zu schützen, hat das TBA einfache, aber effektive Massnahmen umgesetzt.

In den vergangenen Jahren haben schwere Unfälle an Fussgängerstreifen immer wieder für Schlagzeilen gesorgt. Dies hat das Tiefbauamt des Kantons Bern veranlasst, 2012 alle Fussgängerquerungen auf Kantonsstrassen auf ihre Sicherheit zu überprüfen. Gleichzeitig hat das TBA die Gemeinden aufgefordert, ihre Schulwege auf einer Karte zu vermerken. Die Auswertung der gesammelten Daten führte zum Entschluss, in einer ersten Phase jene Fussgängerstreifen zu sanieren, welche die grössten Sicherheitsmängel aufweisen und als Schulweg dienen. Die häufigsten Mängel betreffen ungenügende Sichtweiten für Autofahrer, fehlende Beleuchtung, ungenügende Signalisation oder zu hohe Randsteinborde.

Dank der Sanierung zentraler Fussgängerstreifen sind die Einwohner von Hermrigen …

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In Hermrigen trafen die oben erwähnten Mängel auf drei der vier Querungen innerhalb des Dorfes zu, was konkrete Massnahmen notwendig machte. Den vierten Fussgängerstreifen abseits des Schulwegs hat der Oberingenieurkreis Seeland/Berner Jura nach Rücksprache mit der Gemeinde aufgehoben. Er diente vor allem der Erschliessung des Restaurants, das in der Zwischenzeit geschlossen worden ist. So entfiel die Berechtigung für einen Fussgängerstreifen auch aus Sicht der Gemeinde. Bei den anderen drei hat das TBA entsprechend den gültigen Normen die Sicherheitsmängel mit einfachen, aber effizienten Mitteln behoben. Im Vordergrund standen dabei vor allem Massnahmen, welche die Sichtverhältnisse verbesserten. Denn bei den 50 km/h, die innerorts erlaubt sind, sollten Autofahrer rund 55 Meter weit sehen können, vor allem auch um Kinder rechtzeitig wahrzunehmen.

… und vor allem die Kinder wieder sicher unterwegs (Bilder: Stephan Alioth, Hermrigen).

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Beim Fussgängerstreifen am Chrützacherweg versperrten Bäume und Hecken die Sicht auf den Warteraum. Die Gemeinde hat deshalb den Eigentümer aufgefordert, die Bepflanzung regelmässig zurückzuschneiden – was künftig auch strenger kontrolliert wird. Zudem wurde mit einer Markierung in der Strassenmitte ein Warteraum für die Zufussgehenden geschaffen. Dieser erhöht die Aufmerksamkeit der Automobilisten und sorgt durch das Queren in zwei Abschnitten für zusätzlichen Schutz. Das bestehende Trottoir wurde abgesenkt und behindertengerecht umgebaut sowie mit einer Beleuchtung und Signalisation ergänzt. Auch bei der am meisten benutzten Querung auf Höhe Merzligenstrasse hat der Oberingenieurkreis eingegriffen. Dank den grosszügigeren Platzverhältnissen konnte eine einseitige Schutzinsel in der Fahrbahnmitte gebaut werden. Die gleichen Massnahmen wurden auch beim Fussgängerstreifen neben der Einmündung Handwerksgasse ergriffen. Weil der Warteraum mitten in einer privaten Zufahrt lag und somit ungenügend gesichert war, hat das TBA den Fussgängerstreifen zusätzlich leicht verschoben. All diese Massnahmen an den zentralen drei Fussgängerstreifen haben die Sichtbarkeit der Zufussgehenden deutlich verbessert – und machen so auch den Schulweg für die Kinder sicherer.


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