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Ausgabe 5/2017

Liebe Leserin
Lieber Leser


Haben Sie diesen Ausdruck schon einmal gehört: Preisgekrönte Energieinfrastrukturlandschaft?

Gegner der Energiestrategie 2050 würden vermutlich sagen: „So etwas kann es gar nicht geben, es ist ein Widerspruch in sich. Preisgekrönte Landschaft und Energiegewinnung schliessen sich aus.“

Ich sehe das anders. Mir gefällt der Ausdruck gut, weil er zeigt, dass man durchaus Energie gewinnen kann, ohne die Landschaft zu verschandeln. Heute Vormittag haben der Kanton Bern, die BKW und der Energie Service Biel/Bienne ESB dafür sogar den renommierten Preis der Stiftung Landschaftsschutz Schweiz bekommen.

Gestern hat die Sendung „Schweiz aktuell“ berichtet.

Aare-Hagneck-Kanal

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Die Preisverleihung fand beim Flusskraftwerk Hagneck statt, heute ein fast märchenhafter Ort mit seinen neuen bzw. wunderschön renovierten Industriebauten und der renaturierten Fluss- und Seelandschaft. Insider schwärmen von „Hagneck-sur-Mer“. Die preisgekrönte „Landschaft des Jahres 2017“ erstreckt sich vom Kraftwerk Hagneck über den Hagneckkanal bis zum Stausee Niederried. Mit der Juragewässerkorrektion haben unsere Vorfahren das Seeland seinerzeit entsumpft und in einen üppigen Gemüsegarten verwandelt – mit seinen begradigten Kanälen allerdings alles andere als ein Naturparadies und je länger je weniger ein tauglicher Schutz vor Hochwasser.

In dieser Landschaft haben wir in den letzten Jahren und Jahrzehnten sehr vieles wiedergutgemacht. Wir haben den Hochwasserschutz verbessert und gleichzeitig sorgfältig ökologisch aufgewertet. Heute gibt es sehr viel mehr Sicherheit und ebenfalls sehr viel mehr Lebensraum für Pflanzen, für Tiere und für Menschen zu Fuss, auf dem Velo und im Kanu. Und gleichzeitig produzieren wir mehr Strom: Im Werk Hagneck ist es mit der gleichen Wassermenge dank modernster Effizienztechnik ein Drittel mehr.

Es freut mich ungemein, dass wir für diese Win-Win-Win-Situation ausgezeichnet werden und ich danke der SL herzlich für diese Anerkennung. Der Kanton wird seinen Teil des Preisgeldes an den Verein Schlossmuseum Nidau weitergeben – für seine lebendigen Dokumentationen und Ausstellungen zur Juragewässerkorrektion, zum Seeland und seiner Geschichte und ganz besonders für die "Wanderausstellung 150 Jahre Juragewässerkorrektion", die Ende Juni starten wird. Die Ausstellung wird an verschiedenen Orten im Gebiet der Juragewässerkorrektion zu sehen sein. Freuen Sie sich darauf!

Herzlich
Barbara Egger-Jenzer, BVE-Direktorin und Regierungsrätin


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