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Ausgabe 3/2016

Liebe Leserin
Lieber Leser

Gestern habe ich in der grossrätlichen Kommission zwei Hochwasserschutzprojekte vertreten und beraten. Die Mitglieder der BaK haben beiden Projekten zugestimmt. Das eine Projekt ist auf dem Bödeli zwischen Wilderswil und Bönigen, das andere im Sundgraben am Thunersee. Wenn der Grosse Rat in der Märzsession zustimmt, kann bereits im Herbst mit den Arbeiten begonnen werden. Konkret heisst das: Es werden Flussbette vertieft und verbreitert, Ufer teilweise abgeflacht, punktuell Dämme gesetzt, parallel dazu einzelne Brücken sowie Strassenabschnitte verlegt und in einer späteren Phase des Bödeli-Projektes ein Abflusskorridor in den Brienzersee für ein hundertjähriges Extremereignis gebaut.

Ereignis vom 2. Januar 2012, Sundgraben

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Die Arbeiten auf dem Bödeli werden sich bis weit in die Zwanzigerjahre ziehen. Die Menschen in Sundlauenen unterhalb von Beatenberg hingegen werden voraussichtlich bereits ab Herbst 2018 deutlich besser vor den Schlamm- und Geröllmassen des Sundgrabens geschützt sein.


Das Hochwasser im Jahr 2005 hat auf dem Bödeli Schäden in der Höhe von 160 Millionen Franken angerichtet. Neben Siedlungen standen damals auch zentrale Infrastrukturen unter Wasser: der Flugplatz Interlaken, die Autobahn A8 und die Geleise der Berner Oberland Bahnen AG. In den Jahren 2007 und 2011 kamen weitere Hochwasserschäden dazu.

Hochwasserereignis 2005, Wilderswil

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Mit 31,6 Millionen Franken kostet der Hochwasserschutz auf dem Bödeli zwar viel; aber immer noch fünf Mal weniger als die Schäden schon nur von 2005. Präventiver Hochwasserschutz kommt uns somit günstiger zu stehen als Abwarten und Hoffen. Sämtliche Statistiken zeigen, dass die Extremwetterlagen weiter zunehmen werden. Meine Experten in der BVE haben berechnet, dass – wenn wir nichts vorkehren – das Schadenrisiko zwischen Wilderswil und Bönigen bei rund 3,25 Millionen Franken pro Jahr liegt.

Es ist eine Frage der Vernunft, den Kantons-Beitrag an die beiden Hochwasserschutz-Projekte zu bewilligen. Es handelt sich um insgesamt rund 18 Millionen Franken. Ich bin optimistisch, dass der Grossrat dieser sinnvollen Investition in die Sicherheit in der Frühlingssession zustimmen wird.

Herzlich
Barbara Egger-Jenzer, BVE-Direktorin und Regierungsrätin


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