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Ausgabe 1/2017

Liebe Leserin
Lieber Leser

Wenn wir nicht gegen das Gschtungg unternehmen, geht die Mobilität wieder auf die Strasse

Wenn wir nicht gegen das Gschtungg unternehmen, geht die Mobilität wieder auf die Strasse

Wussten Sie, dass der Kanton Bern bei der Verlagerung des Verkehrs von der Strasse auf den öV ein Vorzeigemodell ist? Der öV ist bei uns zwischen 2005 und 2010 von 20 auf 27 % gewachsen (gesamtschweizerisch: von 20 auf 23 %), der Strassenverkehr hingegen ist gesunken: von 69 auf 63 %!

Das zeigt: Wir sind mit unserer öV-Politik auf dem richtigen Weg. Damit wir nicht davon abkommen, müssen wir die Weichen alle vier Jahre wieder richtig stellen. Gerade jetzt ist der kritische Moment: Gestern hat die zuständige Kommission des Grossen Rates den so genannten Angebotsbeschlusses für die Jahre 2018 – 2021 beraten. Im März wird der Grosse Rat entscheiden, welche Strecken und Linien auf dem Bahn-, Bus- und Tram-Netz im Kanton Bern ab dem Fahrplanwechsel im Dezember 2017 neu dazu kommen, wo der Fahrplan verdichtet wird und wo wir alte Züge durch neue und grössere ersetzen wollen.

Wir setzen gezielt im ganzen Kanton (PDF, 2 MB, 3 Seiten) an.

  • Zum Beispiel gäbe es mit dem neuen Angebotsbeschluss Verdichtungen zum Viertelstundentakt auf der Linie Bern – Solothurn, in der Stadt Biel am Abend und zwischen Langenthal und Herzogenbuchsee in den Hauptverkehrszeiten.
  • Zum Beispiel würden in der Stadt Thun die Busse auf mehreren Stadtlinien häufiger fahren und in der Region Thun mit dem Ausbau des Libero-Abos die öV-Benutzung einfacher werden.
  • Zum Beispiel hätten wir an verschiedenen Orten – so etwa am Frienisberg oder auf den Strecken Köniz – Ostermundigen und Guisanplatz – Hauptbahnhof zusätzliche Kurse.

Neben diesen Angebotsverbesserungen müssen wir auch in die Infrastruktur investieren. Dazu dient der Investitionsrahmenkredit, mit dem wir beispielsweise die Tramlinie 9 nach Kleinwabern verlängern oder den Zugang Bubenberg zum Bahnhof Bern bauen oder die Bahnlinie Grütschalp – Mürren totalsanieren. Auch darüber wird der Grosse Rat beschliessen.

Zum ganzen Verbesserungspaket, das auf dem Tisch liegt, hat uns der Regierungsrat im Januar grünes Licht gegeben. Eine erste Hürde ist also genommen.

Es ist enorm wichtig, dass an diesem Paket nicht gerüttelt wird! Beim letzten Angebotsbeschluss haben wir so stark sparen müssen, dass das Angebot von der Nachfrage schliesslich um das Dreifache überholt – besser gesagt: zunichte gemacht – wurde.

Zu reden geben werden die Kosten. Ich werde um jeden Rappen kämpfen. Nicht nur, weil der öV effizienter und leiser als der Strassenverkehr ist und Luft und Boden schont. Sondern ganz besonders darum, weil die Mobilität in den kommenden Jahren gemäss sämtlichen Prognosen enorm zunehmen wird.
Wenn wir nichts vorkehren, verlagert sich der Verkehr wieder auf die Strasse und es wird auf allen Achsen wieder mehr Stau und Blockaden geben. À la longue würden wir so einen volkswirtschaftlichen Schaden anrichten, der uns teuer zu stehen käme.

Herzlich
Barbara Egger-Jenzer, BVE-Direktorin und Regierungsrätin


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