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Ausgabe 11/2016

Liebe Leserin
Lieber Leser

Heute geht die Revision des kantonalen Energiegesetzes KEnG in die Vernehmlassung. Im Gleichschritt mit anderen Kantonen wollen wir erreichen,

  • dass Neubauten einen Teil des Stroms selbst produzieren und in neuen Wohnbauten keine neuen Ölheizungen mehr installiert werden;

  • dass bei Sanierungen die Weichen stärker in Richtung bessere Dämmung und Erneuerbare Energien gestellt werden und

  • dass Gemeinden, die weiter gehen wollen, das dürfen.
     
Energieeffizientes Haus

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In der Medienmitteilung und in der Vernehmlassungsvorlage können Sie alles en detail nachlesen.

Ich bin gespannt auf die Stellungnahmen. Wirtschaftskreise – so hoffe ich – werden sich äussern und daran erinnern, wie viele neue einheimische Arbeitsplätze im Kanton Bern generiert werden können: Baufirmen, Dachdecker, Spengler, Solarteure, Fotovoltaiker, die Holz-Branche, Isolations-Spezialisten, Fenster- und Türbauer, Fernheizungstechniker ...

Installationsarbeiten Solarenergie

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  • Ulrich Frutiger von der Geschäftsleitung der Heizungs- und Sanitärunternehmung Frutiger+Zbinden AG in Oberhofen sagt zum Beispiel: „Für die Unternehmen der gesamten Haustechnikbranchen, aber auch für alle Betriebe die sich mit der Gebäudehülle beschäftigen, ist das Wertschöpfungs- und Zukunftspotential sehr gross. Wir können damit langfristig interessante, innovative und zukunftsorientierte Arbeitsplätze zur Verfügung stellen.“

  • Josef Jenni von der Jenni Energietechnik in Oberburg freut sich, dass die neuen Bestimmungen nicht nur „die Nachfrage nach Solarwärme beschleunigen“, sondern „für das Gewerbe viel sinnvolle Arbeit“ bringen. Auf der Webseite von Jenni wimmelt es schon heute von Stellenangeboten.

  • Daniel Trüssel, stv. CEO von Eicher+Pauli, ein Berner Planungsbüro für Energie und Gebäudetechnik, stellt fest: „Der Wechsel hin zu erneuerbaren Energien ist für uns Planer wie ein riesiges wirtschaftliches Impulsprogramm, von dem alle profitieren werden.“

  • Michael Baur von der Geschäftsleitung der Baur AG in Säriswil sagt: „Gerade in unserem Bereich Bedachungen, Spengelei und Solarstrom wird das revidierte Energiegesetz neue Aufträge und damit Arbeitsplätze erhalten und schaffen – auch bei der Baur AG und ganz konkret hier in der Region.“

  • Markus Wenger von der Geschäftsleitung der Wenger-Fenster AG in Wimmis erinnert an den starken Schweizer Franken und sagt: „Die neu geforderten Dämmwerte der Gebäudehülle und der Fenster helfen, Schweizerfenster mit der Energieetikette A zu vermarkten und die Arbeitsplätz zu halten. Unser Vorsprung in der Isolationstechnik wird zu einem Marktvorteil. Auch der Einbau von PV- oder Thermieanlagen bedeutet für unsere Werke in Blumenstein und Wimmis zusätzlich Aufträge. Anstelle von Importfenstern werden bei solchen Anlagen künftig vermehrt unsere integrierten Dachverglasungen eingebaut.“

  • Eine Renaissance erleben könnte auch die Wald- und Holzwirtschaft, eine wichtige einheimische Branche mit Zukunfstpotenzial (PDF, 173 KB, 6 Seiten). Das käme besonders auch den Randregionen im Kanton zugute.
     

Eine Studie (PDF, 3 MB, 59 Seiten) zeigt, dass die Wirtschaft rund um Energieeffizienz und erneuerbare Energien im Kanton Bern schon im Jahr 2010 direkt und indirekt 1,8 Prozent zur kantonalen Wertschöpfung beigetragen hat – mit Tausenden von Arbeitsplätzen und unter dem Strich mit einer höheren Wertschöpfung als die Berner Uhrenindustrie. Die Wertschöpfung der Energiebranche ist inzwischen noch mehr gestiegen. Es wäre nicht gerade schlau, eine solch gute Entwicklung zu stoppen.

Ich freue mich auf die Stellungnahmen der involvierten Branchen und Firmen.

Herzlich
Barbara Egger-Jenzer, BVE-Direktorin und Regierungsrätin


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