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Ausgabe 10/2017

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Für 28 der 35 Tunnel-Kilometer gibt es im Lötschberg bereits 2 Röhren

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Soeben hat der Bundesrat den Bahn-Ausbauschritt 2030/35 in die Vernehmlassung gegeben. Grundsätzlich ist das hocherfreulich – allerdings nur, wenn das Paket mindestens die im Vorfeld diskutierten 12 Milliarden Franken enthält: Sonst gibt es ein kontraproduktives Hickhack zwischen den Regionen. So wie es aussieht, werden wir den öffentlichen Verkehr in der Agglomeration Bern und bei den Städteverbindungen vor allem mit dichteren Fahrplänen klar verbessern können. Die Verbesserungen (PDF, 36 KB, 2 Seiten) können Sie der Vernehmlassungs-Botschaft entnehmen. Das Ausbaupaket kommt nicht nur den Pendlerinnen und Pendlern und der Wirtschaft zugute, sondern bringt auch bessere Luft und weniger Lärm.

So weit so gut.

Ein zentrales Projekt allerdings fehlt. Überraschend ist der Ausbau des Lötschberg-Basistunnels nach hinten geschoben worden. Das bedeutet: Bis zum Vollausbau könnte es noch länger als ein Vierteljahrhundert dauern!

Das ist unverständlich.

Der Lötschberg-Basistunnel gehört zu den modernsten und wichtigsten Eisenbahnverbindungen Europas und er ist eine Erfolgsgeschichte sondergleichen. Kurz nachdem wir ihn vor zehn Jahren eröffnet haben, waren die Züge schon überfüllt. Heute sind die Kompositionen oft zu hundert Prozent ausgelastet, das Bedürfnis nach dieser schnellen Verbindung zwischen Bern und Brig wächst weiter.

Schon nur darum braucht es eine zweite Röhre.

14 der 35 Tunnel-Kilometer sind bereits doppelspurig ausgerüstet und befahrbar. Weitere 14 Kilometer sind im Rohbau vorhanden. Hier existiert die zweite Röhre bereits, aber es können keine Züge fahren, weil die Schienen und die Fahrleitungen – kurz: die Installationen für den Betrieb – fehlen. Wenn man schon nur diese 14 Kilometer vollausrüsten würde, könnte der Halbstundentakt zwischen Bern und Brig eingeführt und zusätzliche Güterzüge durch den Tunnel gelenkt werden.

Das nützt der Verlagerung, das macht das gesamte Bahnnetz stabiler, das möchten die Passagiere. Mehr Gründe für einen Ausbau hat das Lötschbergkomitee hier zusammengetragen.

Noch ein Grund: Der Streckenunterbruch auf der Rheintalstrecke bei Rastatt führt uns vor Augen, wie wichtig Parallelachsen auf dem europäischen Bahnnetz sind. Messungen am Gotthard und am San Bernardino zeigen: Viele Camions haben nach der Sperre auf die Strasse gewechselt, und zwar im Hui! Ein ausgebauter Lötschberg-Basistunnel nützt der ganzen Schweiz.

Es ist klar, dass sich der Kanton Bern – und auch ich persönlich – in der Vernehmlassung ganz stark dafür einsetzen werden, dass der Lötschberg in den Ausbauschritt 2030/35 integriert wird. Ich freue mich über jede Unterstützung.

 

Herzlich
Barbara Egger-Jenzer, BVE-Direktorin und Regierungsrätin


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