Mein Berner namens Ernst aus A.
Einer, der mit handfesten Taten aufwartet, hat mir vor ein paar Tagen ein Mail geschickt. Es ist ein Mann aus dem Emmental, der sein Einfamilienhaus saniert hat. Fazit: Gar keine Heizölkosten mehr und nur noch ein Drittel der ursprünglichen Stromkosten
Ich habe grösste Hochachtung vor Menschen, die tatkräftig umsetzen, worüber andere nicht aufhören können zu zweifeln und zu werweissen. Zum Beispiel Ernst, jener Mann aus A., der sein Einfamilienhaus aus den Fünfzigerjahren vor vier Jahren zu sanieren begonnen hat. Ernst und ich sind nicht duzis, nein; aber ich nenne ihn hier nur mit Vornamen, damit er selbst entscheiden kann, wie häufig er sein saniertes Haus zeigen will (Sie können sich gerne per Mail bei mir melden, ich leite Ihre Nachricht an ihn weiter). Item. Ernst hat mir kürzlich in einem ausführlichen Mailwechsel dargelegt, wie sich die verschiedenen Sanierungen an seinem Einfamilienhaus ausgewirkt haben.
Zunächst zum Finanziellen: In den vergangenen vier Jahren hat Ernst jedes Jahr einen Sanierungsschritt getan und so nach und nach Öl-Heizung und Boiler durch eine Wärmepumpe und eine Solaranlage ersetzt und zusätzlich auf dem Dach eine Photovoltaik-Anlage installiert, die den überschüssigen Strom ins Netz einspeist. Total haben alle Sanierungsschritte rund 70‘000 Franken gekostet.
Zum Verbrauch und zu den Einsparungen: Die jährlich 1300 Liter Heizöl fallen weg, sie belasten die Luft nun nicht mehr mit CO2. Zudem muss Ernst jährlich gegen 8000 kWh Strom weniger beziehen. Das ist nicht nur ein Kunde weniger, der allenfalls mit Atomstrom versorgt werden müsste. Es ist auch eine happige finanzielle Einsparung für Ernst. Die jährlichen Strom- und Heizölrechnungen haben sich auf ein Minimum reduzieren oder sind ganz weggefallen. Über den Daumen gepeilt wird Ernst nun jedes Jahr etwa 2500 Franken weniger ausgeben müssen. Natürlich werden in den kommenden Jahren die Heizöl- und Strom-Preise weiter steigen. Ich schätze, dass Ernst deshalb für die Amortisation nicht allzu lange braucht und aus seinen Investitionen schon recht bald sogar Profit wird ziehen können.
Und was ist mit den Mieterinnen und Mietern? Als Mieterin oder Mieter sind Sie die Leidtragenden, wenn die Nebenkosten kontinuierlich steigen, weil der Hausbesitzer die Ölheizung nicht ersetzt oder Dach und Fassade schlecht isoliert sind. Ich bin sicher, dass Ernst oder andere tatkräftige Haussanierer auch Mieterinnen und Mietern Einblick in Ihre konkreten Zahlen und Erfahrungen geben. Vielleicht lässt sich Ihr Hausbesitzer mit solchen Fakten direkt aus der Praxis ja sogar von einer Sanierung überzeugen? Ein Ja zum Energiegesetz in der Variante des Grossrats dürfte dazu ebenfalls ganz massgeblich beitragen. Das wäre das erfreulichste Ereignis des Monats Mai.
Mein Berner des Monats ist jedenfalls schon mal Ernst aus A. Denn wo wären wir ohne die tatkräftigen Menschen, die umsetzen, während andere theoretisieren?

Bild vergrössern (Öffnet ein neues Fenster) unsaniertes Haus

Bild vergrössern (Öffnet ein neues Fenster) saniertes Haus
Weitere Informationen
Kontakt
Bau-, Verkehrs- und Energiedirektion des Kantons Bern
Generalsekretariat
Reiterstrasse 11
3011 Bern
Tel. 031 633 31 11
Fax 031 633 31 10
Kontakt per E-Mail
Kontaktformular
Öffnungszeiten:
Montag - Donnerstag
08.00 -12.00h
13.30 - 17.00h
Freitag
08.00 - 12.00h
13.30 - 16.30h