Bei der BVE sind Teilzeitmänner willkommen
Teilzeitarbeit ist in der BVE auch für Männer selbstverständlich. 106 von ihnen machen davon Gebrauch. Statt Sonderabfall und Klärschlamm entsorgen sie regelmässig Windeln, statt den Bildschirm im Büro betrachten sie ab und zu Flamingos im Tierpark: Sie betreuen ihre Kinder.
Ein Vater möchte einen Tag in der Woche für sein neugeborenes Töchterchen da sein – kann dies aber nicht, weil er als leitender Angestellter sein Arbeitspensum im Betrieb nicht reduzieren darf. Ein Paar möchte Familie und Arbeit gerecht untereinander verteilen und scheitert an den Arbeitgebern. Solche Fälle sind in der BVE undenkbar, denn bei uns ist Teilzeitarbeit selbstverständlich. Ich bin stolz, dass rund 14 Prozent meiner 760 männlichen Mitarbeiter Teilzeit arbeiten. Damit stehen wir überdurchschnittlich gut da: Laut •Bundesamt für Statistik hat in der Schweiz 2009 gesamthaft nur rund einer von acht Männern Teilzeit gearbeitet, also knapp 13 Prozent. Unter den teilzeitarbeitenden BVE-Männern sind auch 10 Kaderangestellte. Die Fachstelle für Langsamverkehr zum Beispiel wird im Job-Sharing von zwei Teilzeitmännern besetzt.
Am häufigsten nehmen sich „meine Teilzeitler“ einen Tag die Woche frei; einige auch mehr. Die Gründe dafür sind so verschieden, wie Menschen eben sind. Einige widmen ihre freie Zeit dem Hobby oder der Weiterbildung – und viele voll und ganz ihren Kindern. Indem sie Verantwortung als Familienväter oder Alleinerziehende übernehmen, leisten sie einen ganz wichtigen Beitrag für die Chancengleichheit zwischen Mann und Frau. Ich freue mich, dass so viele Männer heute der Familie und ihren Kindern Platz in ihrem Leben einräumen. Ich freue mich darüber, dass so viele Männer heute selbstbewusst ihre Rechte als Väter einfordern. Und ich freue mich, dass ein Mann bei uns längst nicht mehr schief angesehen wird, wenn er sein Pensum reduzieren möchte.
Das Problem bei Teilzeitarbeit liegt ja heute weniger an fehlender gesellschaftlicher Akzeptanz. Sondern eher an fehlender Bereitschaft von Arbeitgebern: Viele von ihnen sträuben sich gegen Teilzeitbeschäftigung – zum Beispiel mit dem Argument, Verantwortung lasse sich nicht auf mehrere Köpfe verteilen. Da kann ich nur sagen: diese Erfahrung machen wir in der BVE nicht. Andere Arbeitgeber glauben, es sei billiger, eine Person zu 100 Prozent anzustellen, als zwei Leute in Teilpensen. Wir in der BVE rechnen breiter: Wir kennen den Wert eines „Teilzeitlers“, der toppmotiviert und effizient seine Arbeit macht.
Chancengleichheit erreichen wir nur, wenn die Rahmenbedingungen stimmen. Und die müssen Arbeitgeber schaffen. Deshalb fördere ich in der BVE ganz bewusst Teilzeitarbeit. Wir prüfen bei jeder Wiederbesetzung die Stelle auf ihr Teilzeitpotenzial hin, damit Beruf und Familie unter einen Hut gebracht werden können. Nicht zuletzt auch wegen solchen Arbeitsbedingungen ist die BVE eine konkurrenzfähige Arbeitgeberin.

Bild vergrössern (Öffnet ein neues Fenster) Kaderteilzeitmann der BVE mit seinen Kindern
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