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Ich mache einen "GEAK plus"

Am 1. Januar ist im Kanton Bern das neue Energiegesetz in Kraft getreten. Es ist eines der fortschrittlichsten der Schweiz. Wichtig für Hausbesitzerinnen und Hausbesitzer: Der Kanton unterstützt sie finanziell darin, ihr Haus energieeffizienter zu machen.

Ich jedenfalls packe die Gelegenheit gleich beim Schopf und lasse unser Haus in Bremgarten von einem Energiefachmann oder einer Energiefachfrau auf Herz und Nieren prüfen. Eine solche spezifisch auf das Haus zugeschnittene Analyse nennt sich «GEAK plus». Damit kann genauer als beim normalen Gebäudeenergieausweis (GEAK) ermittelt werden, mit welchen baulichen Massnahmen ein Gebäude punkto Energie-Sparen optimiert werden kann.

Eine bauliche Massnahme kann zum Beispiel sein, die Kellerdecke besser zu dämmen. Oder neue Fenster einzubauen. Oder das Heizsystem zu wechseln – etwa, die Öl-Heizung durch eine klimaschonende Wärmepumpe zu ersetzen. Das Ziel ist, möglichst rasch den Wärme- und Strombedarf im Kanton Bern mit CO2-neutralen, erneuerbaren Energien zu decken. Hochwertige Energie wie Strom soll nicht fürs Heizen verschwendet werden, sondern viel lieber dem Laden von Elektroautos dienen oder dem Betrieb von Wärmepumpen. Das bedeutet, dass sämtliche Elektro-Heizungen im Kanton Bern bis in 20 Jahren ersetzt werden müssen. Denn solche Heizungen sind im neuen Energiegesetz verboten.

Zum Erstellen eines «GEAK plus» braucht ein Experte etwa eineinhalb Tage. Klar, dass dies auch etwas kostet: 1000 bis 1500 Franken. Das Gute dabei: Der Kanton übernimmt rund die Hälfte dieser Kosten (als Direktorin der BVE verzichte ich selbstverständlich auf die entsprechenden Fördergelder). So erhalten die Hausbesitzer die Gewissheit darüber, welche Massnahmen wirklich Sinn haben. Unter dem Strich hilft der «GEAK plus» Bau- und Umbauprojekte schlank und effizient zu planen. Für mich als Bau- und Energiedirektorin des Kantons Bern hat der «GEAK plus» einen weiteren Vorteil: Mit ihm können wir sicherstellen, dass Steuergeld nicht nach dem Giesskannenprinzip verschleudert wird, sondern gezielt dem energiesparenden Bauen zugutekommt. Bernerinnen und Berner, die ihr Haus nach der Analyse dann auch wirklich besonders energieeffizient sanieren, dürfen mit einer Finanzhilfe vom Kanton rechnen. Wir verfolgen mit dem neuen Energiegesetz nämlich ein ambitioniertes Ziel: Der Gesamtwärmebedarf in Gebäuden soll bis 2035 um 20 Prozent reduziert werden.

Der Energieexperte, die Expertin kann selbstverständlich selbst ausgewählt werden. Wer nur eine kleine Beratung möchte, kann wie bisher einen allgemeinen Eindruck vom Zustand seines Hauses mit einem einfachen «GEAK» gewinnen. Für diese Analyse vor Ort braucht der Energieexperte rund eine Stunde.

Einen generellen Überblick über Energieeffizienz-Massnahmen und deren Förderung erhalten Sie auf der BVE-Webseite. Hier finden Sie auch die Adressen der regionalen Energieberatungsstellen.

Eine Übersicht über sämtliche Förderprogramme in der Schweiz zum Energie-Sparen finden Sie hier.

Im Energieordner schliesslich finden Bauwillige Erläuterungen, alle nötigen Formulare und Checklisten zum neuen Energiegesetz des Kantons Bern.

Übrigens: Der Kanton fördert auch energieeffiziente Neubauten. Besonders solche, die mehr Energie produzieren, als sie verbrauchen – sogenannte Plusenergiegebäude.


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Informationen über diesen Webauftritt

http://www.bve.be.ch/de/index/direktion/direktor/newsletter/ausgabe_01_2012/ich_mache_einen_geak_plus